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Irak: US-Armee untersucht acht Todesfälle

Im Zusammenhang mit dem Misshandlungsskandal von Abu Ghraib ermittelt die US-Armee wegen acht Tötungsdelikten im Irak und in Afghanistan.  Das gab das Verteidigungsministerium bekannt.

Die acht Häftlinge könnten nach Angaben von Medizinern möglicherweise an den Folgen von Gewaltanwendung vor oder während der Verhöre gestorben sein. Damit untersucht die US-Armee nun insgesamt der Tod von 37 Menschen im Irak und Afghanistan.

Von den 33 Fällen hätten sich drei außerhalb von US-Gefängnissen zugetragen. So soll ein Iraker ertrunken sein, als er von einem US-Soldaten von einer Brücke gestoßen worden sei. 15 von insgesamt 30 Häftlingen sind nach Angaben des Beamten eines natürlichen Todes gestorben. Bei vier Todesfällen hätten die Soldaten in Notwehr gehandelt. In zwei Fällen hätten die Ermittlungen ergeben, dass es sich um Mord handelte.

Drei der vier Mordfälle hätten sich im berüchtigten US-Gefängnis Abu Ghraib bei Bagdad zugetragen. In einem Fall seien im November 2003 vier Iraker getötet worden.

Indes ist ein Hauptmann der US-Streitkräfte aus dem Heer ausgetreten, um einem Militärgerichtsverfahren im Zusammenhang mit Belästigungen im Irak zu entgehen. Der 32-Jährige war angeklagt, amerikanische Soldatinnen beim Duschen im Bagdader Gefängnis Abu Ghraib fotografiert zu haben. Am Mittwoch sei eine Einigung über seine Entlassung erreicht worden, gab ein Militärsprecher am Freitag bekannt. Der Hauptmann habe Fort Lewis im US-Staat Kalifornien am 19. Mai verlassen. Er war seit November 2002 Kommandant der 870. Militärpolizeikompanie.

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