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Irak: Sadr will Vergangenheit hinter sich lassen

Der irakische Schiiten-Prediger Muktada al-Sadr will seiner radikalen Vergangenheit offensichtlich den Rücken kehren. Die Übergangsregierung berät mit Großajatollah Ali Al-Sistani.

Mit Blick auf die für Jänner geplanten Wahlen, an denen sich auch seine Bewegung beteiligen will, sagte er am Mittwoch in einem dpa-Interview in Najaf: „Jeder Verantwortliche, dem das Wohl dieses Landes am Herzen liegt, sollte versuchen, Krisen zu vermeiden und die ausländischen Truppen vor Aktionen warnen, die alles nur noch komplizierter machen“. Er verurteilte die Ermordung von 49 Nationalgardisten vom vergangenen Wochenende, zu der sich die Terrorgruppe des Jordaniers Abu Musab al-Zarqawi bekannt hatte als „abscheuliches Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Seine eigene Miliz hatte sich im Sommer in der Pilgerstadt Najaf blutige Kämpfe mit der Nationalgarde geliefert, die damals Seite an Seite mit der US-Armee gekämpft hatte. Die Kämpfe waren erst durch eine Intervention von Al-Sistani beendet worden. Eine Delegation der irakischen Übergangsregierung reiste am Mittwoch zu einem Treffen mit dem Großajatollah nach Najaf, um über die Wahlen zu sprechen. Der einflussreiche schiitische Geistliche hat die Iraker aufgerufen, sich an dem Urnengang zu beteiligen.

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