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Irak: Rumsfeld und Rice zu Besuch

Rumsfeld und Rice haben bei einem unangemeldeten Besuch in Bagdad Unterstützung für Iraks designierten Regierungschef Maliki demonstriert.

Von Maliki erhoffen sich die USA eine Stabilisierung der Lage. Der Besuch folgte auf die Veröffentlichung eines Videos des Al-Kaida-Anführers im Irak, Abu Musab al Zarqawi, auf dem dieser mit neuen Anschlägen drohte.

Die sinkende Unterstützung in der US-Bevölkerung für den Irakkrieg hat die Regierung unter Druck gesetzt, den Truppen-Abzug aus dem Golfstaat noch vor den Kongresswahlen im November einzuleiten. Das US-Verteidigungsministerium begründete den Irak-Besuch der zwei Minister mit der derzeit wichtigen Phase im Demokratisierungsprozess des Landes. „Der Präsident hat uns zu der Reise aufgefordert, um ein Zeichen der Unterstützung für die neue Regierung zu geben“, erklärte ein Sprecher.

Rumsfeld traf zum Auftakt mit dem Oberbefehlshaber der US-Truppen im Irak, George Casey, zusammen. Auf einer Pressekonferenz machten aber weder Rumsfeld noch Casey konkrete Angaben über einen Abzug aus dem Golfstaat. Casey bekräftigte lediglich, er sei dabei, einige der 133.000 US-Soldaten im Irak noch in diesem Jahr nach Hause zu schicken. „Dies ist ein souveränes Land, und sie machen beeindruckende Fortschritte“, betonte Rumsfeld.

Der Minister und Rice, die getrennt voneinander anreisten, sollten auch mit Maliki sprechen. Zuvor trafen sie Präsident Jalal Talabani und seine Stellvertreter. Im Mittelpunkt der Beratungen stehe die Notwendigkeit eines Kabinetts ohne entzweiende Mitglieder, hatte Rice vorab gesagt. Bei der Besetzung der Fachministerien sei es jetzt wichtig, Personen nach ihrer Kompetenz und nicht nach ihrer Religionszugehörigkeit zu wählen.

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