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Irak: Neue US-Offensive und weitere Anschläge

Bei einem Selbstmordanschlag nahe einer schiitischen Moschee in Bagdad sind am Freitag mindestens vier Menschen verletzt worden. Sieben Zivilisten wurden bei Kämpfen mit Aufständischen getötet.

Der Täter zündete den Sprengsatz in seinem Auto laut Polizei genau zu dem Zeitpunkt, als das Freitagsgebet zu Ende ging. In diesem Moment sei an der Moschee auch eine irakische Militärpatrouille vorbeigefahren, die möglicherweise das Ziel des Angriffs gewesen sei. Im Westen des Irak nahe der syrischen Grenze startete die US-Armee in den frühen Morgenstunden eine neue Offensive gegen irakische Rebellen.

An der „Operation Speer“ seien rund tausend Soldaten beteiligt, erklärte die Armee am Freitag. Ziel sei es, „Aufständische und ausländische Kämpfer aufzustöbern und ihren Rückhalt in der Region von Karabila zu zerschlagen“. Am vergangenen Samstag hatte das US-Militär Luftangriffe gegen Rebellenstützpunkte in der Stadt geflogen und dabei nach eigenen Angaben etwa 40 Aufständische getötet. Washington und die irakische Regierung gehen davon aus, dass der mutmaßliche Anführer der Terrororganisation Al Kaida im Irak, Abu Musab al-Zarqawi, die Provinz als Stützpunkt nützt, um Waffen, ausländische Kämpfer und Geld aus Syrien über die Grenze in den Irak zu schmuggeln. Damaskus weist die Vorwürfe zurück.

In der irakischen Stadt Qaim und Umgebung nahe der Grenze zu Syrien starben bei Kämpfen zwischen der US-Armee und Aufständischen sieben Zivilisten, nach Krankenhausangaben unter anderem eine Frau und ein sechs Jahre altes Kind. Einige der Toten seien in den Trümmern von Häusern gefunden worden, die von US-Kampfflugzeugen bombardiert worden seien. Zudem habe es mindestens zehn Verletzte gegeben. Wegen der Zusammenstöße sei eine große Anzahl von Menschen aus der Stadt in die Wüste geflohen.

In Tuz, rund 180 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad, sprengte sich am Freitag ein Selbstmordattentäter mit seinem Auto vor dem Haus eines hochrangigen Offiziers der irakischen Armee in die Luft. Drei Wächter und drei Passanten wurden nach Angaben eines Militärsprechers verletzt.

Nach Ansicht des sunnitischen Rats der Religionsgelehrten hat die irakische Regierung die Kontrolle über Polizei, Armee und Geheimdienst verloren. “85 Prozent der Angehörigen der Sicherheitskräfte unterstehen nicht der Kontrolle der Regierung“, sagte Abdul Salam al-Kubaisi, ein führendes Mitglied des Rates, gegenüber der arabischen Zeitung „Al Hayat“. Polizei und Nationalgarde praktizierten außerdem „Staatsterrorismus“ im Auftrag des Iran, fügte Kubaisi hinzu. So seien kürzlich bei einer Razzia in Bagdads Ghasaliya-Viertel gezielt irakische Ex-Militärs festgenommen worden, die im Iran-Irak-Krieg (1980-1988) eine wichtige Rolle gespielt hätten.

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