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Irak-Krieg: Chile wurde abgehört

Vor der Abstimmung über die Haltung der Vereinten Nationen zum Irak-Krieg sind die Telefone der chilenischen UNO-Vertretung abgehört worden.

Das erklärte die Regierung in Santiago am Dienstag.

Wer als Urheber der Abhöraktion verdächtigt wird oder möglicherweise bekannt ist, sagte Regierungssprecher Patricio Santamaria nicht. Damals habe Chile seine Besorgnis gegenüber den zuständigen Institutionen ausgedrückt. „Wir haben über diplomatische Kanäle vertraulich gehandelt. Die Sache gilt als abgeschlossen.“

Chile war Anfang 2003 Sicherheitsratsmitglied und zunächst wie sechs weitere Mitglieder unentschlossen, ob es die von den USA eingebrachte Resolution für eine Militäraktion gegen Irak unterstützen sollte. Santiago entschloss sich schließlich dazu, gegen die Resolution zu stimmen. Der damalige chilenische UNO-Botschafter Juan Gabriel Valdes sagte der spanischen Zeitung „El Pais“, Techniker hätten die Telefone aufgrund von Berichten in britischen Medien überprüft, wonach der britische Geheimdienst von den USA zur Mithilfe beim Belauschen von UNO-Mitarbeitern aufgefordert worden sei. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Mehrzahl der Telefone mit Wanzen ausgestattet gewesen sei, zitierte „El Pais“ Valdes am Dienstag.

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