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Irak: Hungerstreik für entführte Italienerin

Kollegen der im Irak entführten italienischen Journalistin Giuliana Sgrena werden am kommenden Dienstag in den Hungerstreik treten, um Freilassung zu fordern. Die Initiative wurde von den Journalisten-Kollegen organisiert.

Am Hungerstreik wollen sich einige Bischöfe und Imame sowie der Lebensgefährte von Giuliana Sgrena, Pierre Scolari, beteiligen. Zugleich ist ein Sit-In vor dem Regierungssitz geplant. Gerüchte aus Bagdad über eine baldige Freilassung der am 4. Februar entführten Journalistin haben in Rom Hoffnung auf ein positives Ende des Geiseldramas genährt. Der in Bagdad ausgestrahlte TV-Kanal Al Sharqia sendete am Donnerstag einen Bericht mit Gerüchten über eine „baldige und bedingungslose Freilassung“ Sgrenas. Der TV-Sender berichtete ausführlich über die Bemühungen der italienischen Regierung zur Freilassung der Reporterin und über den Appell des Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi, der am Mittwoch bei einem Treffen mit Sgrenas Eltern im Quirinalspalast für das Ende der Gefangenschaft der Journalistin plädiert hatte. Innenminister Giuseppe Pisanu weigerte sich die Gerüchte über eine mögliche baldige Freilassung der Reporterin zu kommentieren. Außenminister Gianfranco Fini bezeichnete die Indiskretionen als substanzlos. „Es gibt keine Neuigkeiten“, betonte Fini. Obwohl die Gerüchte aus Bagdad in Regierungskreisen nicht bestätigt wurden, herrscht größerer Optimismus in der Redaktion des „Manifesto“. „Es kann nicht mehr lang dauern, Giuliana muss bald befreit werden“, sagte eine Kollegin der 56 Jahre alten Sgrena zuversichtlich. Pierre Scolari warnte vor übertriebenen Hoffnungen. „Wir bleiben optimistisch, doch es gibt keine konkreten Neuigkeiten. Es gibt keine Sicherheit, dass Giuliana bald freigelassen wird“, so Scolari.

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