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Irak: Elf Mitarbeiter ermordet

In der von britischen Truppen kontrollierten südirakischen Stadt Basra sind elf Beschäftigte einer Baufirma entführt und umgebracht worden.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, verschleppten bewaffnete Männer die Mitarbeiter der Firma Al-Fayha und brachten sie anschließend um. Die Leichen seien an verschiedenen Stellen der Stadt gefunden worden, hieß es.

Das konservativ-religiöse Schiitenbündnis „Vereinigte Irakische Allianz“, das die stärkste Fraktion im irakischen Parlament stellt, will am Freitagnachmittag in Bagdad über die Frage des Premier-Kandidaten beraten. Sunniten, Kurden und säkulare Schiiten lehnen Amtsinhaber Ibrahim al-Jaafari ab.

Eine Sondereinheit des irakischen Innenministeriums hat nach Angaben des Rates der Religionsgelehrten in Bagdad einen sunnitischen Prediger ermordet. Der sunnitische Rat erklärte in der Nacht auf Freitag, die Beamten seien in das Haus von Scheich Abdelkarim al-Dulaimi eingedrungen, als dieser mit seiner Familie beim Abendessen saß, und hätten ihn erschossen. Der Rat erklärte, diese Einheit des unter schiitischer Leitung stehenden Innenministeriums habe sich auf „ethnische Säuberungen“ spezialisiert.

Unter Berufung auf eine Quelle im Verteidigungsministerium berichtete der Sunniten-Rat, irakische Soldaten hätten eine Todesschwadron gestellt, als diese gerade dabei war, die Hinrichtung von 20 Menschen vorzubereiten. Das Innenministerium bemühe sich nun, die Freilassung des Kommandanten der Einheit zu erreichen. Der sunnitische Rat hatte vergangenen Mittwoch erklärt, Beamte des Innenministeriums hätten 68 Gefangene ermordet.

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