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Irak: Bush ruft zu Geduld auf

Angesichts wachsender Kritik an seiner Irak-Politik hat Bush zu Geduld aufgerufen. In seiner Radioansprache zeigte er sich zuversichtlich, dass die irakischen Parteien ihren Streit über die Verfassung beilegen.

„Wichtig ist, dass sie diese Fragen nun durch Debatten und Diskussionen lösen – und nicht mit dem Gewehr im Anschlag“, sagte er. Bush hält sich noch bis Freitag in Crawford in Texas auf. Dort kamen die Teilnehmer einer Mahnwache gegen den Einsatz im Irak zu einer Zeremonie zusammen. Die Initiatorin der Mahnwache, Cindy Sheehan, die Mutter eines im Irak ums Leben gekommenen Soldaten, hat landesweit wachsenden Zuspruch erhalten.

Im Irak sind die Verhandlungen der Volksgruppen über eine neue Verfassung gescheitert. Die schiitischen und kurdischen Unterhändler einigten sich zwar auf einen Entwurf, den sie dem Plenum der konstituierenden Nationalversammlung unterbreiten wollten, die Sunniten protestierten und forderten ihre Anhänger auf, beim geplanten Referendum am 15. Oktober gegen den Text zu stimmen. Bush hatte den Chef der wichtigsten Schiitenpartei SCIRI („Oberster Rat für die Islamische Revolution“), Abdul Aziz al-Hakim, in einem Telefonat zu Zugeständnissen an die Sunniten gedrängt.

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