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Irak: Ägyptischer Diplomat entführt

Ein hoher ägyptischer Diplomat ist im Irak entführt worden. Ihab al Sherif sei am Samstagabend in Bagdad überfallen und verschleppt worden, teilten zwei ägyptische Diplomaten am Sonntag in Kairo und Bagdad mit.

Al Sherif war am 1. Juni als Gesandter nach Bagdad geschickt worden. Er sollte zum Botschafter ernannt werden, doch war zunächst unklar, ob dieser Schritt bereits vollzogen wurde.

Er hat sich gerade eine Zeitung gekauft, als sich am Samstagabend zwei mit Bewaffneten voll besetzte BMWs ihm in den Weg stellten und ihn entführten“, sagte ein ägyptischer Diplomat am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Sprecher des ägyptischen Außenministeriums sagte in Kairo, der Bericht sei nicht bestätigt.

Ägypten hatte seinen Botschafter im Irak 1991 abgezogen. Damals unterstützte die Regierung in Kairo den ersten Irak-Krieg der USA im Anschluss an die Invasion in Kuwait. Nach dem zweiten Irak-Krieg 2003 hatte Ägypten wie viele andere arabische Staaten zunächst nur einen Gesandten nach Bagdad geschickt.

In Riad hat die Polizei hat am Sonntag den mutmaßlichen Anführer der El-Kaida-Terrorzellen in Saudiarabien erschossen. Der Marokkaner Younis Mohamed Ibrahim al-Hayyari (36) soll an der Vorbereitung von Anschlägen und an früheren Gefechten mit der Polizei beteiligt gewesen sein. Es soll noch weitere Tote gegeben haben.

Wie das Innenministerium mitteilte, wurden bei der Erstürmung von zwei Verstecken der Extremisten im Osten von Riad drei weitere mutmaßliche Terroristen festgenommen. In einem ersten Versteck konnten die Polizisten nach Angaben des Ministeriums zwei Verdächtige festnehmen, ohne dass diese Widerstand leisteten.

Aus dem zweiten Haus hätten Al-Hayyari und ein zweiter Verdächtiger mit Handfeuerwaffen auf die Polizisten geschossen und Handgranaten geworfen. Sechs Polizisten erlitten leichte Verletzungen.

Al-Hayyaris Name war in der vergangenen Woche erstmals auf einer Fahndungsliste aufgetaucht, zusammen mit den Namen von 35 weiteren mutmaßlichen El-Kaida-Terroristen. Terrorexperten gehen davon aus, dass die El-Kaida-Gruppen in Saudiarabien, die seit Mai 2003 mehrere Anschläge auf Ausländer und die Sicherheitskräfte verübt haben, unabhängig und ohne direkte Verbindung zu dem aus Saudiarabien stammenden El-Kaida-Anführer Osama bin Laden operieren.

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