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Inzwischen 50 Tote auf Bahamas nach Hurrikan "Dorian"

Wer kann, verlässt eilig die betroffenen Gebiete
Wer kann, verlässt eilig die betroffenen Gebiete ©APA (AFP)
Eine Woche nach den Verwüstungen durch Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Die Polizei sprach am Montagabend (Ortszeit) von 50 Toten. Sie geht davon aus, dass bei Such- und Bergungseinsätzen weitere Leichen geborgen werden. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst.

Nach Angaben des UNO-Welternährungsprogramms (WFP) hat die Regierung mit Militär- und Zivilflugzeugen sowie Schiffen etwa 5.000 Menschen von den am schlimmsten betroffenen Inseln im Norden des Karibikstaates umgesiedelt. Auf den Abaco-Inseln seien 90 Prozent der Häuser und Infrastruktur beschädigt oder zerstört, die meisten Häuser hätten keinen Strom.

Das WFP habe in Marsh Harbour auf den Abaco-Inseln unter anderem Generatoren und Satelliten für Kommunikation installiert, wie ein Sprecher in Genf sagte. Zwei Schiffe hätten bereits 13.800 Fertigmahlzeiten angeliefert.

Viele der Geretteten wurden auf die bevölkerungsreichste Insel New Providence gebracht, einige in die USA. Allerdings endete am Sonntag eine geplante Fährfahrt in den US-Bundesstaat Florida für 119 Menschen schon in Freeport, der größten Stadt der Insel Grand Bahama, die nur etwa 90 Kilometer von der Küste Floridas entfernt liegt. Die Menschen an Bord der Fähre hatten nicht die richtigen Papiere.

Bürger der Bahamas dürfen zwar ohne Visum in die USA einreisen, brauchen aber einen Reisepass und ein polizeiliches Führungszeugnis. US-Präsident Donald Trump sagte, er wolle keine Personen ins Land lassen, die sich illegal auf den Bahamas aufhielten - darunter seien "sehr schlechte Menschen".

"Dorian" hatte am 1. September die Abaco-Inseln als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen und war später über Grand Bahama beinahe zum Stillstand gekommen. Erst am Mittwoch war er komplett über die Inselgruppe hinweggezogen. Gesundheitsminister Duane Sands sagte im Rundfunk, die endgültige Zahl der Todesopfer werde wohl "überwältigend" sein. Angesichts der Zerstörung war es zunächst schwierig für Helfer, in das Katastrophengebiet zu gelangen.

(APA/dpa)

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