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Inzest: Es bleibt bei 15 Jahren Haft

Das Urteil gegen den Mehrfachvergewaltiger wurde bestätigt.
Das Urteil gegen den Mehrfachvergewaltiger wurde bestätigt. ©VOL.at/Schmidt
Oberlandesgericht bestätigte Höchststrafe für Vater, der mit einer der beiden vergewaltigten Töchter zwei Kinder gezeugt hat.

Den Vorarlberger Inzestfall von brutaler sexueller Gewalt ahndeten beide Gerichtsinstanzen mit der Höchststrafe. Damit bleibt es bei 15 Jahren Gefängnis für einen 64-jährigen Serben aus dem Unterland. Das Urteil ist nun rechtskräftig. Der Zuwanderer hatte jahrelang zwei seiner Töchter vergewaltigt. Dabei zeugte er mit einem der Mädchen zwei Kinder.

Nichtigkeitsbeschwerde zurückgewiesen

Der Oberste Gerichtshof in Wien hat im Oktober die Nichtigkeitsbeschwerde zurückgewiesen. Das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) bestätigte bei der Berufungsverhandlung am Mittwoch das Strafmaß des Landesgerichts Feldkirch vom 7. April. Das Feldkircher „Schöffengericht hat völlig richtig entschieden“, sagte OLG-Senatspräsident Walter Krabichler. Es sei zwar außergewöhnlich, dass über einen Unbescholtenen die höchstmögliche Strafe verhängt werde. Das sei aber hier angemessen, weil es sich um einen „außergewöhnlichen Fall“ handele. „Es können nicht mehr Grausamkeiten passieren, um die Höchststrafe zu rechtfertigen“, hatte Richter Peter Mück als Vorsitzender des Feldkircher Schöffensenats gesagt.

Schwer traumatisiert

Für Vergewaltigung sieht das Strafgesetzbuch Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren vor. Der Strafrahmen erhöht sich aber von fünf bis 15 Jahre Gefängnis, wenn das Vergewaltigungsopfer schwer traumatisiert ist oder aus der Vergewaltigung eine Schwangerschaft entsteht. Beide Töchter leiden unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Die Tochter, die durch die Vergewaltigungen zweimal schwanger wurde, leidet deswegen auch unter einer andauernden Persönlichkeitsstörung.

Messer vorgehalten

Ihre 1973 geborene Schwester wurde vom Vater zwischen 1990 und 1996 vergewaltigt, auch sie zeitweise fast täglich. Ihr wurde nach den gerichtlichen Feststellungen in mehr als zehn Fällen ein Messer vorgehalten. Einmal, so das Landesgericht, hat der Vater ihr eine halbe Stunde lang mit den Fäusten gegen den Kopf geschlagen, um sie gefügig zu machen.

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