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Interview mit Sigi Haberl

Sigi Haberl gibt seine Erfahrungen nun an den Nachwuchs in Lustenau weiter.
Sigi Haberl gibt seine Erfahrungen nun an den Nachwuchs in Lustenau weiter. ©Michael Mäser
Lustenau. Seit dem Ende seiner aktiven Karriere steht Lustenaus Eishockey-Urgestein Sigi Haberl als Nachwuchstrainer des EHC Lustenau auf dem Eis und gibt seine große Erfahrung an die jungen Eiscracks weiter.

Nach einer eindrucksvollen Karriere als Aktiver sind Sie nun als Nachwuchstrainer beim EHC tätig. Wie war die Umstellung vom Spieler zum Trainer?

Haberl: In meinem letzten Jahr als Aktiver habe ich die Miniknaben des EHC Oberscheider Lustenau als Trainer übernommen. Es war eine Umstellung in der Hinsicht, dass man als Trainer jedes Training gezielt vorbereiten bzw. überlegen muss, was die Spieler im Moment brauchen und wie intensiv das Training sein darf. Als aktiver Spieler kommst du, trainierst und gehst wieder.

War es für Sie immer schon klar, dass Sie einmal als Nachwuchstrainer arbeiten möchten?

Haberl: Ja, eigentlich schon. Es macht mir unheimlich viel Spaß, mit Kindern zu arbeiten, zu sehen, wie sie sich entwickeln und es ist schön, auch das Gelernte und meine Erfahrung weitergeben zu können.

Wie sehen Sie die Nachwuchssituation derzeit im Ländle und woran müssen die Vereine noch arbeiten?

Haberl: Man kann als Verein nie genug Nachwuchsspieler haben. Unsere Arbeit als Trainer ist es, den Kindern eine Aufgabe zu geben, sie zu beschäftigen, ihnen Spaß zu vermitteln und Teamfähigkeit zu lernen.

Sie haben unter großen Trainern gespielt. Was haben Sie von diesen mitgenommen, oder haben Sie eine eigene Trainerphilosophie?

Haberl: Jeder Trainer entwickelt seine eigene Philosophie und pickt sich vielleicht von einigen das Gute heraus. Man kann von jedem Trainer etwas lernen und wenn es nur das ist, wie man es nicht macht.

Ihre Söhne spielen auch im EHC-Nachwuchs. Werden sie in Ihre Fußstapfen treten?

Haberl: Dominic spielt bei den Knaben und Lucas bei den Miniknaben. Meine Kinder können selbst entscheiden, welchen Weg sie gehen. Ich bin nicht so borniert wie viele andere Eltern, dass sie im Alter von 11 und 13 Jahren schon Superstars sein müssen. Sie sollen Spaß an der Sache haben und sich mit Ruhe entwickeln dürfen. Wenn sie später zum Spaß Eishockey spielen – schön, wenn sie Profi werden – auch schön. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Was sind Ihre Ziele als Trainer? Könnten Sie sich vorstellen, als Trainer beim EHC oder einem anderen Nationalliga- oder Bundesligateam zu arbeiten?

Haberl: Mein Ziel als Trainer ist es, jedes einzelne Kind besser zu machen. Wie weit jedes einzelne Kind dazu bereit ist, kann es selbst entscheiden. Es macht Spaß, in einem Team zu wachsen. Zum anderen: Sag niemals nie – im Moment steht aber die Nachwuchsarbeit im Vordergrund.

Kurze Prognose vom Fachmann: Wo steht der EHC am Ende der laufenden Nationalliga-Saison?

Haberl: Wichtig ist, dass wir möglichst viele junge Nachwuchsspieler in der ersten Mannschaft zum Spielen bringen. Der eigene Nachwuchs ist das beste Kapital des Vereins. Die Frage ist, wo der EHC in ein paar Jahren steht und da muss unser Ziel sein, gesund, mit vielen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs und möglichst ganz weit oben zu sein.

Michael Mäser

Zur Person:
Siegfried Haberl jun.
Geboren: 17. Februar 1967 in Lustenau
Familie: verheiratet mit Birgit, zwei Kinder – Dominic, Lucas
Beruf: Unternehmer – Handel mit Verpflegungsautomaten

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