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Interview mit Prof. Dr. Gebhard Köb

Dornbirn. Ob Sonnenflecken, Protuberanzen oder Flares – am 26. September, 3. und 10. Oktober von 11 bis 15 Uhr bietet der Verein der Amateur Astronomen (VAA) kostenlose Sonnenbeobachtungen auf dem Karren an.

Im Gespräch mit der „VN“-Heimat informierte der Obmann der VAA, Prof. Dr. Gebhard Köb, über den heutigen Wissensstand in der Sonnenforschung.

„VN“-Heimat: Seit Jahrtausenden verfolgen die Menschen den Lauf der Sonne. Birgt sie dennnoch Geheimnisse?

Köb: Erstaunlicherweise ja. Wir verstehen die komplexen Prozesse, die beispielsweise zu Magnetstürmen mit all ihren Folgen führen, noch nicht vollständig. Unklar ist weiterhin der seit 100 Jahren beobachtete Zyklus der Sonnenflecken. Zurzeit bestehen weit weniger Flecken als sonst.

„VN“-Heimat: Was leistet ein Teleskop in diesem Zusammenhang?

Köb: Bei Beobachtungen der Sonne im Weißlicht mittels der Projektionsmethode, kann das Teleskop wie ein Dia-Projektor wirken. Das Licht der Sonne gelangt ungefiltert durch das Fernrohr und wird von einem nicht verkitteten Okular auf einen Schirm projiziert. Jetzt kann die Sonne auch von einer größeren Gruppe von Sternenfreunden beobachtet werden. Mit dem H-Alpha- Filter, der ein sehr schmalbandiger Interferrenzfilter mit einem Durchlassbereich von 1,5 Angström ist, können Sonnenprotuberanzen nicht nur am Sonnenrand, sondern auch Erscheinungen auf der Sonnenoberfläche beobachtet werden.

„VN“-Heimat: Welche Größe hat unser Zentralgestirn im Vergleich zur Erde?

Köb: Die Sonne hat einen Durchmesser von rund 1,4 Milliarden Kilometer. Zum Vergleich: Jupiter, der größte Planet, hat einen Durchmesser von 150.000 Kilometer, die Erde nur knapp 13.000 Kilometer. Die Entfernung von der Erde zur Sonne beträgt zirka 147 bis 152 Millionen Kilometer. Vor allem ist die Sonne der schwerste Himmelskörper und damit 330.000 Mal schwerer als die Erde. Doch sie ist nicht träge: In 25 Tagen dreht sich die Sonne einmal um sich selbst.

„VN“-Heimat: Was ist eine partielle bzw. ringförmige Sonnenfinsternis?

Köb: Eine totale Sonnenfinsternis entsteht, wenn der Kernschatten des Mondes auf die Erde fällt. Eine ringförmige Sonnenfinsternis ist ein Spezialfall davon: Sie tritt dann auf, wenn sich der Mond gerade nahe seines erdfernsten Punktes befindet. Dadurch erreicht sein Kernschatten nicht mehr die Erdoberfläche. Von der Erde aus erscheint es so, als wäre die Mondscheibe etwas kleiner als die Sonnenscheibe, so dass ein heller Sonnenring übrig bleibt. Wenn der Mond nur einen Teil der Sonne verdeckt, spricht man von einer partiellen Sonnenfinsternis.

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