Interview mit Funkenmeister Peter Wilhelm zum bevorstehenden Jubiläum in Fellengatter

Der zweifache Vater Peter Wilhelm ist seit zwei Jahrzehnten engagierter Funkner und rief die Funkenzunft anno 1995 ins Leben.
Der zweifache Vater Peter Wilhelm ist seit zwei Jahrzehnten engagierter Funkner und rief die Funkenzunft anno 1995 ins Leben. ©Bandi Koeck
Fellengatter. (BK) Nur noch wenige Tage, bis die aktive und kreative Funkenzunft Fellengatter ein weiteres Mal ihr Können im Funkenbau und im Partymachen unter Beweis stellen wird.
Impressionen der Funkenstange-Beschaffung

Heuer feiert sie zudem mit dem 20. Funken ein großes Jubiläum. Funkenmeister Peter Wilhelm gab vol.at ein Exklusivinterview.

 

Vol.at: In Kürze feiert die Funkenzunft Fellengatter ihr stolzes 20-jähriges Bestehen. Wie kam es damals zur Neugründung der Funkenzunft durch Leute wie dich?

 

Peter Wilhelm: Unsere Vorgänger hatten sich zerstritten, sodass es 1995 keinen Funken gab. Ich habe mich dann bei meinen ehemaligen Schulkollegen umgehört, ob Interesse besteht, dass wir das in die Hände nehmen. Als dann die alten Zünftler wieder kamen und uns angeboten hatten, das gemeinsam zu machen, mussten wir uns rasch entscheiden ob wir es uns alleine zutrauen.  Da nahm ich den Telefonhörer in die Hand und rief meine Schulkollegen in Fellengatter an, um alles zu fixieren.

 

Vol.at: Was motiviert dich, Jahr für Jahr mit deinen Funkner-Kollegen einen Holzturm zu bauen, der dann in Flammen aufgeht?

 

Peter Wilhelm: Die Kameradschaft ist meine größte Motivation. Mit dem Funken haben wir eine Aufgabe, die uns jedes Jahr wieder fordert, zusammen zu halten, und an unsere Grenzen zu gehen. Weiters hat jeder seinen Bereich, in dem sein Herzblut steckt, und wo er seine Stärken einsetzen kann. Wir motivieren uns immer gegenseitig aufs Neue einen tollen Funken zu organisieren. Dazu kommt, dass wir auch sehr viele liebe Menschen um uns haben, die uns unterstützen.

 

Vol.at: An welche besonderen Ereignisse der letzten zwei Dekaden blickst du zurück?

 

Peter Wilhelm: Da gibt es sehr viele. Natürlich die vielen Feiern und Ausflüge mit Freunden und Familie unter dem Jahr, durch die wir den Zusammenhalt der Gruppe noch mehr spüren können. Einige Funkner leben übers Jahr im Ausland. Und ich finde es wirklich etwas besonderes, dass sie nur zum Funkenbauen nach Vorarlberg kommen. Ansonsten ist uns das Jahr 2006 noch in besonderer Erinnerung, als unsere Hexe von der Funkentanne erschlagen wurde, und wir sie daraufhin zwei Wochen später beerdigen mussten. Da wurden wir natürlich von unseren umliegenden Funkenzünften ordentlich durch den Kakao gezogen (lacht).

 

Vol.at: Was genau ist das Besondere am Funken Fellengatter sowie an der Funkenzunft selbst?

 

Peter Wilhelm: Ich denke, das sind mehrere Faktoren, die zusammen spielen: Dass wir mit Herzblut dabei sind und uns auch untereinander super verstehen – das spüren die Leute. Diese Begeisterung tragen auch unser Frauen, Eltern, Helfer, Sponsoren, Fellengattner usw. mit, ohne die wir das Ganze nicht in dieser Art veranstalten könnten.

Ansonsten konnten wir, glaube ich, trotzdem das Flair eines Parzellenfunkens erhalten, und viele Fellengattner fühlen sich an diesem Abend als Gastgeber für all jene, die von auswärts zu Besuch kommen.

 

Vol.at: Welche Pläne habt ihr für die nächsten zehn oder zwanzig Jahre? Bleibt es beim Altbewährten oder gibt es auch mal ein Novum?

 

Peter Wilhelm: Soweit denken wir noch nicht voraus. Wir sind uns alle einig, dass wir für unsere Kameradschaft etwas tun müssen, das uns zusammenhält. Das aktuelle Niveau zu halten, hat uns die letzten Jahre schon sehr gefordert. Nachdem wir ja auch älter werden und die Vorgaben für solche Veranstaltungen jedes Jahr strenger werden, denken wir eher darüber nach, mit manchem zurückzufahren.

 

Der Fellengattner Jubiläumsfunken findet am Samstag, 21. Februar auf Wilhelms Bündt statt.

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