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InterSky: Mehr Passagiere, mehr Umsatz, mehr Auslastung

Friedrichshafen – Sehr positiv hat die Bodensee-Airline InterSky das erste Halbjahr 2007 abgeschlossen. Die Zahl der Passagiere stieg um 16 Prozent auf 87.000, der Umsatz sogar um 20 Prozent auf 11 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr erwartet Geschäftsführer Claus Bernatzik „ebenfalls deutliche Steigerungen“. Für 2008 werden die Anschaffung eines vierten Flugzeugs sowie neue Strecken derzeit evaluiert.

Das Umfeld im ersten Halbjahr 2007 war für die Low-Fare-Airline InterSky besonders schwierig: Wachsende Konkurrenz, auch im regionalen Umfeld, und weiterhin hohe Treibstoffpreise machten dem Carrier mit Homebase in Friedrichshafen zu schaffen.

Umso erfreulicher fällt die Bilanz des ersten Halbjahres aus: Die Zahl der Fluggäste stieg von 75.000 auf 87.000 – ein Zuwachs von 16 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich von 9,1 auf 11 Millionen Euro. Steigerungen gab es auch bei der Auslastung und beim Yield, also dem Umsatz pro Passagier.

Positives Ergebnis. Für das Gesamtjahr budgetiert InterSky vorsichtig mit jeweils neun Prozent Plus bei Passagieren und Umsatz. Die 100 Mitarbeiter der Bodensee-Airline dürften im laufenden Jahr einen Umsatz von 22,8 Millionen Euro erwirtschaften, die Zahl der Fluggäste soll auf 180.000 steigen.

Zweistellige Zuwächse erwartet Geschäftsführer Claus Bernatzik sowohl beim Cashflow als auch beim Betriebsergebnis: „Wir rechnen bereits zum vierten Mal in Folge mit einem positiven Jahresabschluss – im harten Luftfahrtgeschäft eine wirklich bemerkenswerte Tatsache. Das schaffen nur wenige Regionalfluggesellschaften weltweit.“

Zu verdanken sei dies „effizientem Kostenmanagement und der harten Arbeit eines tollen Teams“, so Bernatzik. Das Eigenkapital werde sich 2007 auf mehr als 30 Prozent verbessern – ebenfalls ein Spitzenwert im Branchenvergleich. Konkrete Zahlen zu Gewinn und Auslastung will er mit Hinweis auf die Konkurrenz nicht nennen.

Auslastung steigt. Besonders erfreulich entwickelten sich für InterSky die Strecken nach Berlin-Tempelhof, Hamburg und Köln. „Die Auslastung wächst, obwohl wir diese Destinationen seit dem Sommerflugplan 2007 mit jeweils einer zusätzlichen Rotation bis zu dreimal täglich bedienen. Wir konnten die zusätzlichen Kapazitäten also sehr erfolgreich auf dem Markt absetzen“, schildert Geschäftsführer Bernatzik.

Auch die Strecke Friedrichshafen-Wien verzeichnet laufend Zuwächse. Sehr zufrieden ist die InterSky auch mit dem Geschäft auf den Sommer-Destinationen Elba, Olbia (Sardinien), Zadar sowie Neapel.

Ausbau des Streckennetzes. Für den Winterflugplan 2007/2008 baut InterSky ihr Angebot auf der Strecke nach Hamburg aus: Die Hansestadt wird ab 28. Oktober neu auch am Samstag angeflogen, auch am Mittwoch gibt es künftig eine zweite Rotation. Ganz neu im Programm ist Rotterdam, das von Dezember bis Ende März jeweils samstags angeflogen wird. InterSky-Geschäftsführer Claus Bernatzik erwartet mindestens 1000 niederländische Skitouristen.

Rotterdam ist aber auch für Städtetouristen interessant: Die Stadt an der Mündung von Rhein und Maas machte in den vergangenen Monaten als „2007 City of Architecture“ weltweit Schlagzeilen. Städte wie Den Haag, Amsterdam und Antwerpen liegen nicht einmal eine Stunde entfernt, Brüssel ist in eineinhalb Stunden erreichbar.

Positionierung festigen Auch künftig will die InterSky an ihrer Positionierung als regionale Low-Fare-Airline für den Bodenseeraum festhalten. Die Preise konnten heuer sogar um zehn Euro auf 59,99 Euro – One-way inklusive Taxen – gesenkt werden. Bei Aktionen sind Flüge bereits ab 29,99 Euro – One-way inklusive Taxen zu haben. InterSky-Geschäftsführer Claus Bernatzik betont, dass es sich dabei keineswegs nur um Lockangebote handelt: Zum günstigsten Preis sind – je nach Strecke – bis zu sechs Plätze pro Flug verfügbar, also mehr als zehn Prozent der Kapazität.

„Die persönliche Betreuung mit Ansprechpartnern in der Region wird von den Passagieren sehr geschätzt“, ist Bernatzik überzeugt. „Wir sind alle jeden Tag ganz direkt mit unseren Kunden im Kontakt. Das ist eine unserer Stärken im Vergleich zu den Großen der Branche.“

Weitere Expansion. Für das kommende Jahr plant InterSky einen weiteren großen Expansionsschritt: Die Anschaffung eines vierten Flugzeugs, wiederum einer 50-sitzigen Dash 8-300 Quiet, wird derzeit evaluiert. Die endgültige Entscheidung fällt noch im Herbst.

„Angesichts der positiven Entwicklung wäre das für die InterSky der logische nächste Schritt“, betont InterSky-Geschäftsführer Jörg Schwingeler. Mit der zusätzlichen Maschine könnten die vorhandenen Strecken nach Berlin, Hamburg, Köln, Wien und Graz weiter verstärkt werden. Auch ein Ausbau der Strecke Graz – Berlin Tempelhof würde mit der vierten Dash 8Q-300 möglich.

Evaluiert werden derzeit auch Verbindungen von Friedrichshafen nach Paris sowie eine zusätzliche Destination in Nordrhein-Westfalen, etwa Münster/Osnabrück. Flugverbindungen nach Paris waren von der regionalen Wirtschaft im deutschen Bodenseeraum in den vergangenen Monaten mehrmals gefordert worden. „Wir haben dieses Anliegen wahrgenommen und arbeiten derzeit an entsprechenden Konzepten“, so Schwingeler.

(Quelle: InterSky Luftfahrt )

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