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Internationaler Kunstpreis an Lutz/Guggisberg

Schwarzach - Das Schweizer Künstlerduo Lutz/Guggisberg erhält den Internationalen Kunstpreis 2007 des Landes Vorarlberg, teilt Kulturreferent Markus Wallner mit.

Die Jury würdigt mit dieser Entscheidung das reiche und ebenso lustvolle wie subtile künstlerische Werk der beiden in Zürich lebenden Künstler mit Toggenburger Wurzeln.

“Der internationale Kunstpreis des Landes Vorarlberg versteht sich als Impuls für das künstlerische Schaffen in der Region und dient zudem dem internationalen Austausch der Kunstschaffenden”, so LSth. Wallner. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert.

Andres Lutz (geboren 1968) und Anders Guggisberg (geboren 1966) arbeiten seit 1996 als Künstlerduo zusammen, und das erfolgreich, wie zahlreichen Ausstellungen belegen, u.a. im Kunstmuseum St.Gallen, in der Kunsthalle Zürich oder aktuell im Kunstverein Freiburg im Breisgau. In ihren Malereien, Zeichnungen, Text- und Videoarbeiten sowie raumgreifenden Installationen gehen unterschiedlichste gedankliche Welten eigenwillige Verbindungen ein. Virtuos wird Malerisches und Skulpturales mit Literarischem, Alltägliches mit Abgründigem, Offensichtliches mit Feinsinnigem, konzeptuelle Strenge mit verspieltem Witz verbunden.

So gestalteten Lutz/Guggisberg beispielsweise eine permanent mutierende Bibliothek mit lauter fiktiven Buchtiteln: Lexika, Belletristik, wissenschaftliche Publikationen – z.B. Werner K. Scheinwerfers “Wie werde ich gebührend wahrgenommen?” – oder so wunderbar trashige Dreigroschenromane wie die Geschichte des Raubritters Unbert. Ihre Büchersammlung hinterfragt in lustvoller Weise traditionelle Kunstbegriffe und bildet einen eigenen bibliophilen Kosmos als Sinnbild permanenter Welthaltigkeit. Daneben entstehen alchemistische Malereien und ausgreifende Rauminstallationen, meditative Lounges und futuristische Cockpits, gemütliche Wohn- und kuschelige Schlafzimmer, aber auch ganze Museen – letztere jedoch im Modellformat. In ihrem Schaffen dekonstruieren Lutz/Guggisberg die Welt unserer alltäglichen Erfahrungen und rekonstruieren sie in Form einer ebenso feinsinnigen wie abgründigen Parallelwelt, die sich durch ein dichtes Geflecht von visuellen und gedanklichen Verweisen zu einem Universum ureigenster Art ausformt.

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