Interkulturelle Begegnung in Bregenz

Über 300 Mitwirkende boten beim Interkulturellen Fest in Bregenz ein buntes Bild.
Über 300 Mitwirkende boten beim Interkulturellen Fest in Bregenz ein buntes Bild. ©Harald Pfarrmaier
Unser aller Ländle 2011

“Unser aller Ländle” ein Beispiel für gelebte Integration

Bregenz. “Wir feiern gemeinsam Gebete und Feste, wobei die Begegnung und das Beisammensein ohne Vorurteile im Mittelpunkt stehen”, so Conny Eiler, Vorsitzende des Interkulturellen Komitees. Seit 20 Jahren bereichert das Komitee, damals aus der Taufe gehoben von Hans Kallinger, mit seinen Zuwandererfesten das kulturelle Leben in Vorarlberg. Vergangenes Wochenende machten 20 Volksgruppen und Landsmannschaften Bregenz für drei Tage zum interkulturellen Mittelpunkt.

Verführerisch duftete es im Musikpavillon in den Bregenzer Seeanlagen. Den Besuchern wurde mit afrikanischer Erdnußsuppe, Bosnischem Strudel, peruanischer Paella permana Emparados, Churasco Brasilierisch, orientalischen Spießchen, Couscous, Innviertler Surbratl, Döner-Gözleme und vielfältigen weiteren Köstlichkeiten der Mund wässrig gemacht.

Roberto Kalin moderierte den Eröffnungsabend und konnte dazu Musik- und Tanzgruppen aus Afrika, Bosnien, Kärnten, Slowenien, Italien, Kroatien und Serbien willkommen heißen. Sie zeigten einen bunten Reigen Folklore ihrer Heimat, wobei vor allem der Serbische Folkloreverein KOLO-K.U.D. Vorarlberg die Herzen des Publikums im Sturm eroberte. Mit Tanz und Gesang holten sie bereits sechsmal den Meistertitel des österreichischen Folklorewettbewerbs nach Vorarlberg und konnte auch bei den Europameisterschaften in Belgrad reüssieren.

“Entscheidend ist, nicht nebeneinander, sondern miteinander zu leben, um sich gegenseitig kennen und verstehen zu lernen”, meinte Landeshauptmann Herbert Sausgruber. Wie er erlebten auch tausende Gäste die kulturelle Bereicherung, die sich im bunten Miteinander manifestierte. Chöre, Musik- und Tanzgruppen und Folklorevereine der unterschiedlichsten Volksgruppen begegneten sich und trugen zum Gelingen des dreitägigen Festes “Unser aller Ländle” bei, das am Sonntag in der Stadtpfarrkirche St. Gallus auch ein gemeinsames interkulturelles Gebet einschloss. Vertreter von sieben Religonsgemeinschaften nahmen daran teil. Die anschließende Agape auf dem Kirchplatz kam dem Hans-Kallinger-Fonds zu Gute und damit der Soforthilfe für Flüchtlinge.

Ob aus Marokko, den Philippinen, Serbien, Lateinamerika, dem Südtirol, der Türkei, Polen oder einem anderen Land stammend: Die Zuwanderer vermittelten nicht nur ein buntes folkloristisches und kulinarisches Bild, sie zeigten auch die Bereicherung, die Vorarlberg durch sie erfahren hat. Und nicht zuletzt geben sie damit Zeugnis von gelebter Integration.
HAPF

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