Integrationskampagne "stolzdrauf" für mehr Österreichbewusstsein

Integrationsminister Sebastian Kurz stellte die neue Kampagne "#strolzdrauf" vor.
Integrationsminister Sebastian Kurz stellte die neue Kampagne "#strolzdrauf" vor. ©APA
Auf die Landschaft, Kultur oder Werte wie die Demokratie und Religionsfreiheit - auf Österreich kann man stolz sein, findet Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP).

Er präsentierte gemeinsam mit “Integrationsbotschaftern” am Montag die neuen Kampagne “#stolzdrauf“, deren Ziel es ist, das Österreichbewusstsein zu stärken, sowohl bei Migranten als auch bei der Mehrheitsbevölkerung.

Zugehörigkeitsgefühl

Laut einer Studie fühlen sich 30 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund ihrem Herkunftsland zugehörig. Unter den Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien ist es rund ein Viertel, unter jenen aus der Türkei rund 42 Prozent. “Immer wieder tun sich Junge schwer mit dem Zugehörigkeitsgefühl”, so Kurz. Mit der Kampagne soll daher die Masse der Bevölkerung erreicht und das Gemeinsame hervorgehoben werden. Österreich soll für alle, die hier leben, zur Heimat werden, ohne dass sie ihre Wurzeln aufgeben müssen, betonte der Ressortchef.

Andreas Gabalier und Amina Dagi

Die Aktion wird in den nächsten Wochen in Spots, Print und den neuen Medien zu sehen sein. Eingeladen zur Teilnahme wurden bereits auch Bundespräsident Heinz Fischer, “Volks-Rock’n’Roller” Andreas Gabalier und Ex-Miss Amina Dagi, freute sich Kurz. Um die Entwicklung der Identität geht es auch bei einem Symposium am Montag in Wien. Bei “manchen Gruppen” sei dies eine größere Herausforderung als bei anderen, räumte der Minister ein.

 

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APA ©Am 30. März 2012 wurde die Bludenzerin Amina Dagi (Mitte) zur “Miss Austria” gekürt. (Bild: APA)

Mittlerweile sind mehr als 300 Integrationsbotschafter von der 2011 gestarteten Aktion “Zusammen: Österreich” unterwegs in den Schulen. Ab 12. November ist die Identität auch Schwerpunktthema bei diesen Besuchen.

Kein Interesse an Staatsbürgerschaft

Kurz erklärte auf Nachfrage, dass rund eine Million Menschen in Österreich nicht über die österreichische Staatsbürgerschaft verfügen – darauf komme es aber beim Zugehörigkeitsgefühl nicht an. Der Großteil der Zuwanderer komme aus der EU und bei jenen bestehe oft gar kein Interesse an der österreichischen Staatsbürgerschaft. (APA)

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