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Integration in Vorarlberg: Soziale Kontakte im Alltag ausbaufähig

Evaluationsbericht zur Integrationsarbeit im Land mit 14 Empfehlungen.
Evaluationsbericht zur Integrationsarbeit im Land mit 14 Empfehlungen. ©VOL.AT/Roland Paulisch
Bregenz. Die Integration funktioniert in Vorarlberg gut auf der institutionellen Ebene, weniger gut hingegen im täglichen Zusammenleben. Das ist eines der Ergebnisse aus dem Evaluationsbericht zur Integrationsarbeit im Land, der am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die beiden Studienautoren Bernhard Perchinig und Kenan Güngör gaben 14 Empfehlungen ab, die Landespolitik will diese aufgreifen.

Perchinig und Güngör analysierten den Ist-Stand der Integration in Vorarlberg anhand von Berichten und Dokumentationen des Landes, einer internetbasierten Befragung “aller wesentlichen Akteure” (469 ausgefüllte Fragebogen) sowie von moderierten Fokusgruppen-Gesprächen. Dabei wurde die bisherige Integrationspolitik “großteils positiv bewertet”, sagte Perchinig. Vor allem in den von öffentlichen Einrichtungen getragenen Bereichen “Frühe Bildung”, “Frühe Sprachförderung”, “Deutschkurse für Erwachsene” etc. seien Verbesserungen wahrgenommen worden.

Alltägliches Zusammenleben weniger gut bewertet

Weniger gut bewertet wurde das alltägliche Zusammenleben zwischen Zugewanderten und Alteingesessenen. Das dichte Netzwerk an institutionellen Kontakten habe noch nicht zu einer vergleichbaren Intensivierung der sozialen Kontakte zwischen den Bevölkerungsgruppen geführt, so Perchinig.

Mehr Anstrengungen rund um Vermittlung der Sprache

Güngör führte aus, dass in den Institutionen, Behörden und Schulen die Integration längst angekommen sei, dort aber kaum Migranten beschäftigt seien. Speziell Lehrpersonen mit Migrationshintergrund könnten Multiplikatoren für das Thema sein. Das war auch eine seiner Empfehlungen. Weiters unterstrich er, dass die Anstrengungen rund um die Vermittlung der deutschen Sprache fortgeführt werden müssten.

Andere Empfehlungen betrafen die Neuzuwanderung aus den EU-Staaten, die es seit zehn Jahren gebe und die bisher kaum beachtet werde, ebenso wie den Aufbau leicht zugänglicher, alltagsnaher Antidiskriminierungseinrichtungen. Güngör regte außerdem an, “die Daten, die sowieso schon vorhanden sind”, regelmäßig zusammenzuführen und zu analysieren. So könne man laufend die Integrations-Entwicklung beobachten.

Schwärzler: Integration wird nicht von oben verordnet

Sowohl der zuständige Landesrat Erich Schwärzler (ÖVP) als auch die Integrationssprecher der Landtagsfraktionen zeigten sich erfreut über das positive Feedback. Das vor fünf Jahren vom Landtag einstimmig beschlossene Integrationsleitbild als Richtschnur in der Integrationsarbeit erfülle seine Funktion. “Der Evaluationsbericht macht offenbar, dass die Integrationsarbeit sehr positiv umgesetzt wurde”, betonte Schwärzler. Gleichzeitig sei aber auch klar, dass Integration bei den Menschen stattfinde und nicht von oben verordnet werden könne.

(APA)

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