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Installation für neue Karlsplatz-Passage

Zahlenspiele für Passanten: Die Westpassage, die ab 2006 vom Wiener Karlsplatz unterirdisch bis zur Secession führen soll, wird mit einer Medieninstallation ausgekleidet.

Der Kanadier Ken Lum gewann den Jurywettbewerb für die Neugestaltung der 180 Meter langen Unterführung. Sein Konzept sieht verspiegelte Schaukästen vor, auf denen statistisches Material visuell aufarbeitet werden.

Dabei soll die Höhe der Verschuldung der Dritten Welt ebenso projiziert werden wie ironisiert die Zahl der verzehrten Wiener Schnitzel seit Jahresbeginn. Seine Idee stellte am Freitag Lum gemeinsam mit Wiens Kulturstadtrat Mailath-Pokorny und dem Juryvorsitzenden Roland Schöny vor.

Die einzelnen Überschriften, wie etwa die „Wiener, die derzeit eine Affäre haben“, werden in verspiegeltes Glas gefräst. Die entsprechende Zahl wird dann mittels LED-Leuchten aktuell aus einer der umliegenden Kulturinstitutionen wie dem Wien Museum eingespeist. Obwohl sich Lum in seiner Formensprache bei der Werbung bediene, soll die Passage selbst gänzlich werbefrei bleiben, versicherte Schöny.

Er sei über die Nicht-Symbolik der bisherigen Passage immer erstaunt gewesen, meinte Lum. Mit der Einblendung der Statistiken wolle er die Gedanken an die Oberwelt in die abgeschottete Unterwelt bringen. Der Name „Pi“ für sein Werk leite sich aus der globalen Bedeutung der unendlichen Zahl her, so der Künstler.

Die Installation, die inklusive Wettbewerb und Künstlerhonorar 290.000 Euro kosten soll, ist Teil der gesamten Neugestaltung der Westpassage. Der unterirdische Fußgängertunnel wird neu verkleidet und erhält einen zusätzlichen Ab- und Aufgang bei der Secession. Dieser Seitenarm wurde bereits beim Ursprungsbau in den 60er Jahren angelegt. Bis zur zweiten Jahreshälfte 2006 soll er nun erstmals aktiviert werden. Insgesamt planen die Wiener Linien für die Arbeiten – exklusive der Lum-Installation – 1,2 Mio. Euro ein.

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