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Innenstadtbelebung nicht entgegenwirken

Wenig Freude hat der freiheitliche Landesobmann, Landesrat Dieter Egger, mit der in Bregenz erfolgten Ausdehnung der Parkplatzbewirtschaftung.

„Die Städte stehen in konstantem Konkurrenzkampf mit Einkaufstempeln auf der ‚Grünen Wiese’ und haben etwa im Bereich der verkehrstechnischen Erreichbarkeit oder der Interessenskonflikte mit der Wohnbevölkerung ohnehin bereits Wettbewerbsnachteile. Eine kontinuierliche Ausdehnung der Parkplatzbewirtschaftung ist einer Innenstadtbelebung abträglich“, erklärt der Freiheitlichen-Chef.

Kritik von Egger erntet in diesem Zusammenhang Wirtschaftslandesrat Rein, der die neue Parkraumordnung in Bregenz verteidigt: „Einerseits wurden von der Landesregierung gerade diese Woche neue Richtlinien zur Innenstadtbelebung beschlossen und auf der anderen Seite werden vom zuständigen Wirtschaftslandesrat Hemmschuhe einer solchen Belebung, nämlich eine ausgedehnte Parkplatzbewirtschaftung, begrüßt. Da ist schon eine gewisse Widersprüchlichkeit vorhanden.“

Namhafte Fachleute, wie der Ludwigsburger Marktforschungsexperte Paul Vogels, kritisieren die Parkplatzbewirtschaftung. Mitverantwortlich für die seit Jahren feststellbare Abwanderung der Kaufkraft in Richtung Einkaufszentren am Stadtrand sei laut Vogels die zu teure Parkplatzbewirtschaftung. Landesrat Egger spricht sich daher für einen sensibleren Umgang der Städte in der Frage der Parkraumbewirtschaftung aus: „Die Städte müssen erkennen, dass sie mit einer moderaten Parkraumordnung Wettbewerbsnachteile gegenüber der ‚Grünen Wiese’ reduzieren können. Solange diese Einsicht allerdings nicht in den Köpfen der Verantwortlichen Fuß fasst, werden auch noch so ausgefeilte Förder-Richtlinien zur Innenstadtbelebung nur Kosmetik bleiben.“

Quelle: Vorarlberger Freiheitliche

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