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Initiative zur Rettung der "Österreich"

Für die "Österreich" setzt sich die "Initiative Bürgerstiftung Vorarlberg" ein.
Für die "Österreich" setzt sich die "Initiative Bürgerstiftung Vorarlberg" ein. ©fst

Bürgerstiftung will das Schiff in seinem einstigen Glanz wiederauferstehen lassen.

BREGENZ. Sie war einst der Stolz der Österreichischen Bodenseeflotte, die “Österreich”. Als sie am 29. Juli 1928 zur ihrer Jungfernfahrt die Anker lichtete, war sie das erste große Motorschiff am Bodensee. Sie galt mit ihrem mit wertvollen Intarsien ausgestatteten Tanz- und Decksalon als Luxusschiff und war richtungsweisend für die Entwicklung der Schifffahrt am See, da der Dieselantrieb mit Schiffsschraube wartungsfreier und kostengünstiger war, als der Betrieb eines Raddampfers.

Ende des Schiffs

Der Zweite Weltkrieg bedeutete auch das Ende für das Luxusschiff: Die Österreich wurde zum Torpedo-Versuchsschiff umgebaut und die Franzosen beschädigten nach Ende des Krieges das Schiff schwer. Zwar wurde die “Österreich” 1953 wieder instandgesetzt, doch vom einstigen Luxus blieb nichts übrig. Heute dämmert das MS “Österreich” einer ungewissen Zukunft entgegen. Damit sie nicht das Schicksal der letzten großen Raddampfer am See erleidet, hat sich jetzt die “Initiative Bürgerstiftung Vorarlberg” (IBV) des Schiffdenkmals angenommen. Ziel wäre es, die “Österreich” in ihrem einstigen Glanz wiederauferstehen zu lassen und sie für Sonderfahrten als Museumsschiff einzusetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, lud die IBV zu einer Ausfahrt auf dem MS “Stadt Bregenz” mit Wein-Degustation, Buffet, Livemusik und einem Vortrag von Schiffshistoriker Arnulf Dieth über den einstigen Stolz der Flotte ein. Knapp 200 Freunde der “Österreich” erlebten einen traumhaft schönen Abend am See. DI Peter Buschmann, Vorsitzender der Bürgerstiftung Vorarlberg (IBV) konnte unter den Gästen die Bürgermeister Markus Linhart (Bregenz), Xaver Sinz (Lochau) und Hans Bertsch (Kennelbach) begrüßen. Alle drei wünschten der IBV viel Glück und der “Österreich” eine im wahrsten Sinne des Wortes glänzende Zukunft. Die Bitte an die Eigner Illwerke sowie Vorarlberg Lines, dieses schöne Schiff zu erhalten und zu renovieren, sollte nicht ungehört verhallen. Gefragt ist auch die Unterstützung durch die Bevölkerung. So ist an eine Bausteinaktion und an den Aufbau von aktiven Arbeitsteams zur Rettung der Österreich gedacht. Was mit der “Hohentwiel” (ein Dampfschiff der Königlich Württembergischen Staatseisenbahn) gelungen ist, sollte doch auch für das MS “Österreich” möglich sein. Schließlich ist es das letzte erhalten gebliebene österreichische Bodenseeschiff, das noch dazu richtungsweisend für die Schifffahrt am ganzen See war. FST

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