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Initiative Sichere Gemeinden: Eine Erfolgsbilanz

Eine durchwegs positive Erfolgsbilanz zog Gesundheitsreferent Landesstatthalter Hans-Peter Bischof aus den Evaluationsergebnissen der Tätigkeiten von 2001-2004 der Initiative Sichere Gemeinden.

Die Ergebnisse wurden heute, Freitag, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Obmann der Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK) Manfred Brunner, dem Leiter des Instituts Sicher Leben Rupert Kisser, Gemeindeverbandsverbandspräsident Wilfried Bechtold und dem Projektleiter der Initiative Sichere Gemeinden Franz Rein, vorgestellt. Fazit: Weniger Unfälle und ein geringeres Verletzungsrisiko führen zu finanziellen Einsparungen im Gesundheitsbereich.

Die Initiative Sichere Gemeinden hat sich seit ihrem mehr als zehnjährigen Bestehen zu einem erfolgreichen internationalen Vorzeigeprojekt nach einem Konzept der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt, führte Landesstatthalter Bischof aus: “Es geht vor allem darum, die Zahl der Haushalts-, Freizeit- und Sportunfälle zu reduzieren.” Hauptaufgabe ist die Informationstätigkeit im Bereich Unfallverhütung für lokale und regionale Einrichtungen in Sachen bürgernaher Unfallverhütung.

Der vorliegende Bericht zeigt, dass die Anzahl der Unfälle seit dem Start der Initiative im Jahr 1993 um 15 Prozent gesunken ist. Mit 61 tödlich Verunglückten in Vorarlberg im Jahr 2003 konnte die bisher geringste Anzahl an Unfällen mit Todesfolge verzeichnet werden – ein Rückgang um 39 Prozent gegenüber dem Jahr 1993. Im restlichen Österreich fiel der Rückgang an tödlichen Unfällen mit 15 Prozent hingegen deutlich geringer aus.

30.000 Spitalstage verhindert

Investiert wurden von 1993 bis 2003 insgesamt 2,6 Millionen Euro. “Dafür konnten in diesem Zeitraum 30.000 Spitalstage vermieden werden, was eine Entlastung des Gesundheitsbudgets von zwölf Millionen Euro bedeutet”, führte VGGK-Obmann Brunner aus. Mit einem Gesamtjahresbudget von rund 440.000 Euro finanzieren die Fondspartner Land Vorarlberg, alle 96 Gemeinden Vorarlbergs, die VGKK, die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA), das Institut Sicher Leben, die Versicherungsanstalt der Öffentlich Bediensteten (BVA), die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA), die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) sowie die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) die bisher über 1700 Aktionen in 93 Vorarlberger Gemeinden mit rund 50.000 Teilnehmern. Die Stadt Dornbirn ist mit 216 Aktionen im Zeitraum 2001 bis 2004 Spitzenreiter.

Hohe Akzeptanz in der Bevölkerung

Die Umfragen beweisen auch, dass die Initiative in Vorarlberg nicht nur erfolgreich arbeitet, sondern auch bekannt und akzeptiert ist”, so Gemeindeverbandspräsident Berchtold. 92 Prozent der Umfrageteilnehmer bezeichneten die Initiative als sinnvoll und 93 Prozent sprachen sich für die Fortsetzung und Erweiterung der Aktivitäten aus.

Projektleiter Rein lobte das Engagement vieler Menschen in unterschiedlichsten Bereichen und Funktionen in Vorarlberg: “Kindergärten, Schulen, Hilfs- und Rettungsorganisationen, Gemeinden, Krankenhäuser, Beratungsstellen, Polizei, Vereine, aber auch Familien, Privatpersonen und die Vorarlberger Medienpartner ermöglichen die Umsetzung der Aktionen in diesem umfangreichen Ausmaß.”

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