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Initiative für künftige "Bodensee-S-Bahn"

Gemeinsame Bahnkonferenz mit SBI-Präsidentin Olga Pircher aus Bludenz (2.v.l.)
Gemeinsame Bahnkonferenz mit SBI-Präsidentin Olga Pircher aus Bludenz (2.v.l.) ©SBI

 

Der jüngste Vorstoß von SP-Ständerat Paul Rechsteiner zum “Bodensee-Rheintal-Ypsilon” hat auch die Sozialdemokraten
an den anderen Seeufern mobilisiert.

 

Gemeinsam konferierte die Bodensee-Internationale mit den Aktiven in der Bürgerplattform “Pro Bodensee-S-Bahn”
und den Pro-Bahn-Komitees rings um den See in Friedrichshafen. Der Verkehrsplaner Paul Stopper vom Verkehrsclub Schweiz klärte besonders die deutschen
Zuhörer über das 50-Millionen-Franken-Volumen zur Realisierung des S-Bahn-Verkehrs zwischen der Landesgrenze bei St. Margrethen und der Züricher Metro-
pole bis zum nächsten Jahr, mit einer überwiegenden Zustimmung der Stimmbürger/innen beim kantonalen Volksentscheid. “Die Japaner machen es vor: wenn
das Angebot beim öffentlichen Verkehr stimmt, dann nutzen die Leute das auch”, reklamierte Stopper. Er und der Rorschacher Alt-Nationalrat Fredi Alder beschworen gemeinsam die Vision eines gemeinsamen Verkehrs- und Tarifverbundes mit dem Halbstunden-Takt in der Euregio Bodensee. Die Vorarlberger SPÖ-Landtags-
abgeordnete Mirjam Jäger-Fischer(Götzis) hielt in Friedrichshafen der Deutschen Bahn AG vor , an Verbesserungen im grenzüberschreitenden Bahnverkehr (im Raum Lindau/Bregenz) nicht sonderlich interessiert zu sein.” Kein Wunder, dass wir noch viel Geduld haben müssen, bis das Diesel-Loch und der Holpertakt auf
der Bodenseegürtelbahn von Lindau bis Radolfzell irgendwann einmal Geschichte sind”, nahm sich die Politikerin die deutsche Seite zur Brust. Ihr SPD-Kollege,
der  Singener SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz, parierte diese Attacke mit dem Hinweis, dass die Elektrifizierung der Südbahn von UIm bis zum
Bodensee und der Hochrheinbahn bis Basel bis 2018 vollzogen sei, wobei die grün-rote Landesregierung in Stuttgart die Hälfte der Kosten übernehmen wolle.
“Wir können von unseren Nachbarn in der Schweiz viel lernen”, beteuerte Storz, “wenn wir den St.Gotthard-Durchstich und das NEAT-Dossier im Blick haben.”
Im direkten Vergleich der beiden Bahnstrecken von Rorschach bis Schaffhausen und von Lindau bis Radolfzell habe das nördliche Seeufer in vielen Punkten das Nachsehen, von der Anzahl der Züge an Werktagen und der Bahnhaltepunkten bis hin zur 15 Minuten länger dauernden Fahrt für die Reisenden. Lediglich beim Billet ist die Bahnlinie am südlichen Seeufer um vier Franken teurer als bei der deutschen Bahnlinie. Die Konferenz reagierte einmütig auf die FABI/STEP-Vorlage im Bundesrat: “Die Ostschweiz und somit auch die Nachbarn in Vorarlberg und in Süddeutschland dürfen von der SBB-Lok nicht abgehängt werden!”

Quelle: Sozialistische Bodensee-Internationale (SBI)

 

 

 

 

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