Informationstechnologie ist kein „Spiel"

Die IT-Techniker blicken über den Tellerrand hinaus.
Die IT-Techniker blicken über den Tellerrand hinaus. ©Gerty Lang
Luag, was ma wera künnt: Informationstechnologie / Technik   Wer in den IT-Beruf einsteigen will, muss ein helles Köpfchen sein.
Bei den IT-Technikern

Lustenau.  Er gehört zu den Top-Level-Berufen, der Flexibilität und rasche Auffassungsgabe erfordert. Die smarten Jungs bei S.I.E System Industrie Electronic sind gelinde gesagt Computerfreaks. Was ist IT nun wirklich? „Es ist ein relativ junger Beruf, dem die Vergangenheit fehlt. Es kann also passieren, dass man innerhalb der Lehrzeit mit völlig anderen Technologien konfrontiert wird als zu Beginn. Deshalb ist enorme Flexibilität und Lernbereitschaft gefordert. Die Burschen montieren, prüfen und warten unsere Hardware.

Wählen diese aus, bauen sie zusammen und nehmen sie in Betrieb. Sie installieren, konfigurieren und prüfen unsere Netzwerke sowie die EDV-Software. Beheben Fehler und Störungen”, gibt Burkhard Alfter einen kurzen Überblick über den Beruf des IT-Technikers. Der Lehrlingsbeauftragte bringt es mit dem Wort „Infrastrukturbetreuer” auf den Punkt. Christian Reinbacher steht kurz vor der Gesellenprüfung. „Bevor ich zu S.I.E. kam, besuchte ich die HTL für Informatik in Dornbirn. Aber ich entschloss mich dann doch lieber für eine Lehre. Wir machen den Kundensupport, das heißt, wir betreuen unsere Kunden hardwaremäßig.

Innerhalb unseres Berufes gibt es wieder Spezialgebiete, wie Administrator, Supporter, Datensicherer.” Gute Noten in Mathe, Physik, Deutsch und Englisch sind für den Einstieg in den Beruf von Vorteil. „Denn wer in diesen Fächern gut ist, von dem kann man annehmen, dass er ein gewissen technisches und logisches Verständnis mitbringt. Unsere Aufnahmetests sind anspruchsvoll”, meint Burkhard Alfter dazu. Er gehört auch zum Arbeitskreis der „ITler”, der 40 Firmen umfasst. Vom Einmannbetrieb bis zum Großkonzern. Die Aufgabenbereiche sind in jeder Firma anders. Das muss man wissen, wenn man sich für den Beruf entscheidet. Bei uns dürfen die Lehrlinge den Support machen.

Sie werden zu Allroundern ausgebildet. Sie kümmern sich um die Telefon- und Schließanlage, Zeiterfassung , um den Server oder Beamer im Besprechungsraum. „Es gibt eine Grundlagenvermittlung, aber keine Grundausbildung wie bei handwerklichen Berufen. Eine Grundlage, die vor fünf Jahren aktuell war, ist heute veraltet.” André Krobath hat seine Ausbildung vor kurzem abgeschlossen. Er kennt die Tücken des Berufes.

„Man braucht auf jeden Fall einen Ausgleich zur Arbeit. Das Schwierigste an unserer Arbeit ist, dass man nicht sieht, was im Hintergrund abläuft und was man gemacht hat. Es ist reine Kopfarbeit. Ein Leben ohne Informationstechnologie ist kaum mehr vorstellbar. Mein Vater arbeitet seit 25 Jahren in der Branche und deshalb bin ich schon etwas vorbelastet”, schmunzelt André.


Lehrbetrieb

S.I. E. System Industrie Electronic GmbH (Headquarters)
Millennium Park 12 A-6890 Lustenau
Tel. 05577 / 89900-0

E-Mail: burkhard.alfter@sie.at
www.sie.at

 

Was macht Ihren Beruf aus?

Christian Reinbacher, 4. Lehrjahr
Es ist die Arbeit mit Computern. Die Technik daran und auch die Entwicklungsgeschichte. Es braucht auch handwerkliches Geschick, da man an den Geräten selber arbeitet, wenn etwas defekt ist. Für den Beruf braucht man ein gutes Zahlenverständnis und gute Englischkenntnisse.

André Krobath, gelernter IT-Techniker
Es ist die Herausforderung, immer etwas Neues zu lernen. Es ist eine ständige Weiterentwicklung, durch den Wandel in der Technologie. Man wächst in den Beruf hinein und muss enorm viel Eigeninitiative mitbringen. Deshalb ist ein sportlicher Ausgleich wichtig, um das Hirn zu durchlüften.

Burkhard Alfter, Lehrlingsbeauftragter
Ich bin die Kommunikationsstelle zwischen Auszubildenden, den Lehrern in der Berufsschule und den Eltern. Bin verantwortlich für den Ausbildungsplan und die Auswahl von Lehrlingen. Mit Computerspielen hat dieser Beruf nichts zu tun. Da Schwerpunkte fehlen, ist das ständige Dazulernen die Schule an sich.

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