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Info bei Katastrophen

Ereignisse wie Kaprun, aber auch Busunfälle oder Tunneleinsätze haben aufgezeigt, dass es notwendig ist, innerhalb kürzester Zeit einen Informationsservice aufzubauen.

Das Land Vorarlberg hat gemeinsam mit der VKW ein Konzept erarbeitet und umgesetzt, um einen solchen Service im Anlassfall für Angehörige und Betroffene anbieten zu können, informierten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und VKW-Direktor Leo Wagner heute, Donnerstag, in einem Pressegespräch. Mit der Einrichtung des Informationsdienstes für die Landeswarnzentrale (LWZ) im Kundenservice-Center der VKW wurden die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Angehörige und Betroffene einen kompetenten Ansprechpartner bekommen, betonte Landeshauptmann Sausgruber. Auch VKW-Direktor Wagner sprach von einer sinnvollen Zusammenarbeit: “Es ist erfreulich, wenn die bestehende Infrastruktur, die qualifizierten Mitarbeiter und die Erfahrungen der VKW sinnvoll für diesen wichtigen Informationsservice genutzt werden können.” Freiwilliges Engagement Dabei wird auf eine bestehende Infrastruktur zurückgegriffen: Das Kundenservice-Center der VKW verfügt bereits über eine Basisinfrastruktur, die im Anlassfall stufenweise aufgestockt wird. Als weitere Vorteile wurden die hohe fachliche Qualifikation der Mitarbeiter, das große Engagement zur freiwilligen Mitarbeit und die Kenntnis der lokalen Gegebenheiten angeführt. Zudem war es sehr wichtig, diese Aufgabe von der Landeswarnzentrale auszulagern, da im Einsatzfall Personalressourcen der LWZ und der Hilfs- und Rettungsorganisationen bereits stark beansprucht sind, so der Landeshauptmann. Eigene Rufnummer im Anlassfall Im Anlassfall wird die entsprechende, bereits eingerichtete Rufnummer über die Medien bekanntgegeben. Der rasche Aufbau des Informationsservice ist durch ein dreistufiges Konzept gewährleistet und richtet sich nach dem Ausmaß der Anlassfalles: 1. Stufe – Auskunft durch Mitarbeiter der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) 2. Stufe – Auskunft durch die Mitarbeiter des Info-Service-Centers 3. Stufe – durch zusätzliches Einbeziehen weiterer Auskunftscenter Mitarbeiter-Schulung Ab sofort kann nun auf die bestehende Infrastruktur beim Kundenservice-Center der VKW zugegriffen werden. 60 VKW-Mitarbeiter wurden auf diese Aufgabe in mehreren Ausbildungseinheiten vorbereitet – mit Schwerpunkten im Katastrophenmanagement, EDV-Schulung, Verhalten am Telefon sowie Datenschutz, informierte Herbert Knünz von der Landeswarnzentrale: “Insgesamt stehen für diese Dienstleistung 15 Telefonannahmeplätze mit entsprechender EDV-Infrastruktur, sowie zusätzliche Räumlichkeiten im ‘Back-Office-Bereich’ zur Verfügung”. Hier können bei Bedarf weitere Kräfte, wie beispielsweise Gendarmeriebeamte, Dolmetscher, Psychologen (Kriseninterventionsteam, Telefonseelsorge) oder Sachverständige tätig werden. Zum Vergleich: Im Auskunftscenter der Bayrischen Polizei beim Flughafen München stehen maximal 16 Telefonannahmeplätze bereit. Neben dem Magistrat der Stadt Wien ist Vorarlberg das einzige Bundesland, in dem ein solcher Informations-Service für Großschadensfälle eingerichtet wurde.

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