Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Indonesien tötete 180.000 Menschen

Indonesien soll laut einem Bericht der Vereinten Nationen während seiner 24-jährigen Besetzung von Osttimor bis zu 180.000 Menschen in dem Land umgebracht haben.

„Weit verbreitete systematische Hinrichtungen, willkürliche Verhaftungen, Folter, Vergewaltigung und sexuelle Sklaverei waren offiziell von Indonesien akzeptiert“, zitierte die Zeitung „Australian“ am Donnerstag aus dem noch unveröffentlichten Bericht.

Die daraufhin folgenden Menschenrechtsverletzungen seien oft von höchster Ebene angeordnet worden, heißt es in dem UNO-Bericht weiter. Die indonesischen Besatzer hätten Napalm und andere chemische Waffen eingesetzt, um Essen und Wasser zu vergiften. Fast ein Drittel der Bevölkerung Osttimors sei im Laufe der Besetzung bis 1999 verhungert oder an Krankheiten gestorben. Indonesien hatte Osttimor 1975 besetzt, kurz nachdem Portugal die Kolonie schlagartig aufgegeben hatte.

Der Bericht beruht auf Befragungen von 8.000 Bewohnern Osttimors, darunter Menschen, die nach Westtimor geflüchtet waren. Außerdem wurden indonesische Militärunterlagen und ausländische Geheimdienstquellen ausgewertet.

Demnach wurden einige Opfer von den indonesischen Truppen lebendig verbrannt oder begraben. Vergewaltigungen und Sklaverei seien als Mittel eingesetzt worden, um Gegner der Besetzung einzuschüchtern und zu entmutigen. Nach Informationen der australischen Zeitung wird die Regierung Osttimors das 2.500-seitige Dokument diese Woche UNO- Generalsekretär Annan vorlegen.

Indonesiens Außenminister Mahendra sagte am Donnerstag, die beiden Länder hätten vereinbart, die gemeinsamen Probleme zu lösen und den Weg der Versöhnung zu beschreiten. „Es gibt keinen Grund in die Vergangenheit zurück zu blicken, weil es nichts bringt. Besser ist es, nach vorne zu schauen“, sagte Mahendra. Der Bericht schlägt Entschädigungszahlungen von Indonesien und anderen Ländern vor, die die Besetzung militärisch unterstützt hatten. Dazu gehören Australien, Großbritannien und die USA.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • Indonesien tötete 180.000 Menschen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen