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Indonesien: Starkes Erdbeben zerstörte Häuser

Ein starkes Beben vor der Küste Sumatras hat am Sonntag Teile Indonesiens erschüttert. Laut Experten lagen keine Berichte über durch das Beben ausgelöste Flutwellen vor.

Der US-Erdbebenwarte Geological Survey zufolge bebte die Erde mit einer Stärke von 6,8 auf der Westseite der Insel Sumatra. Zudem habe es Nachbeben gegeben. Berichte über etwaige Opfer lagen nicht vor. In der Erdbebenregion um die Stadt Padang seien einige Häuser zerstört worden, berichtete ein Sprecher des meteorologischen Amtes in der Hauptstadt Jakarta.

Nur wenige Tage nach dem jüngsten Beben vor Sumatra, bei dem Ende März etwa 1000 Menschen getötet worden waren, hatten die neuerlichen Erschütterungen in der Region Panik ausgelöst. „Die Anwohner können nach Hause zurückkehren, aber sie sollten noch vorsichtig sein, weil es Nachbeben geben könnte“, sagte der Sprecher.

Augenzeugen zufolge hatten viele Bewohner der Region fluchtartig ihre Häuser verlassen und sich aus Angst vor Tsunami-Flutwellen in höher gelegene Gebiete geflüchtet. Auch in Singapur waren Erschütterungen zu spüren, wo Einwohner des Stadtstaates von schwankenden Hochhäusern berichteten.

Nach Angaben des Amtes in Jakarta lag das Epizentrum des Bebens in einem Seegebiet mehr als 100 Kilometer südwestlich von Padang in einer Tiefe von 30 Kilometern.

Das bisher schwerste Beben in der südostasiatischen Region ereignete sich am 26. Dezember. Damals löste es vor Indonesien riesige Tsunami-Flutwellen aus, die Küstenabschnitte der Anrainerstaaten des Indischen Ozeans überschwemmten und mehr als 180.000 Menschen in den Tod rissen. Experten warnten bereits, dass die Erschütterungen vom Dezember möglicherweise einen Domino-Effekt ausgelöst haben und es künftig häufiger zu schweren Erd- oder Seebeben in Südostasien kommen kann.

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