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Indonesien: 1.300 Erdbebentote

Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass in Indonesien rund 1300 Menschen bei dem Erdbeben vom Montag ums Leben gekommen sind. Es handle sich aber bislang nur um eine grobe Schätzung.

Dies sagte der UN-Koordinator für die Hilfe auf der Insel Nias, Francois Desruisseaux, am Freitag in Gunung Sitoli. Die meisten Toten habe es in der Inselhauptstadt Gunung Sitoli gegeben. Die Opferzahlen in einigen abgelegenen Gegenden seien noch nicht bekannt.

Auf der Insel Simeulue wurden durch das Beben weit mehr Häuser zerstört als zunächst angenommen, wie das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) mitteilte. In einigen Gegenden seien 70 bis 80 Prozent der Gebäude zerstört worden; in einigen Dörfern sogar 100 Prozent, sagte eine Sprecherin. Etwa 40 Prozent der Einwohner seien vor Panik aus ihren Häusern geflohen, sagte die OCHA-Sprecherin nach einer Auswertung der Situation auf der Hälfte der Insel. Einige hielten sich noch immer auf Anhöhen auf, weil sie Angst vor einem neuen Beben und einer Tsunami-Welle hätten. Die UNO schätzt die Zahl der Erdbeben-Toten auf Simeulue auf 17.

Das jüngste Seebeben im Indischen Ozean hatte eine Stärke von 8,7 auf der Richterskala. Mehr als 700 kleinere Nachbeben erschütterten seitdem die Region. Das neue Beben folgte drei Monate nach dem schweren Seebeben im Indischen Ozean, das eine riesige Flutwelle in der Region auslöste, die mindestens 273.000 Menschen in den Tod riss. Allein in Indonesien kamen 220.000 Menschen ums Leben.

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