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Indien verschärft Ton gegenüber Pakistan

Eine Woche nach der Terrorserie von Bombay (Mumbai) verschärft Indien den Ton gegenüber Pakistan. Der indische Außenminister Pranab Mukherjee sagte am Mittwoch nach einem Treffen mit seiner amerikanischen Amtskollegen Condoleezza Rice in Neu Delhi:

Die indische Regierung ist entschlossen, entschieden zu handeln, um die territoriale Integrität Indiens und das Recht unserer Bürger auf ein friedliches Leben mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen.”

Es gebe keinen Zweifel daran, dass die Terrorangriffe “von Individuen aus Pakistan ausgeführt worden, deren Aufseher in Pakistan sind”. Indien wolle, dass “die Terroristen und Organisationen, die die Anschläge ausgeführt haben, eingesperrt und vor Gericht gebracht werden”.

Nach Angaben der US-Botschaft in Islamabad bat US-Generalstabschef Michael Mullen unterdessen die pakistanische Regierung, “energisch” nach möglichen Verbindungen in Pakistan zu suchen. Es wurde erwartet, dass auch Rice am Donnerstag nach Pakistan weiterreist.

Indien und der US-Geheimdienst verdächtigen die in Pakistan ansässige radikalislamische Rebellengruppe Lashkar-e-Taiba (Armee der Reinen) hinter der Anschlagsserie zu stecken, die unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen 171 und 188 Todesopfer forderte.

Rice sollte bei ihrem Besuch in Neu Delhi “Beweise” für eine Verbindung der Täter nach Pakistan erhalten, wie aus indischen Regierungskreisen verlautete. Dazu gehörten Transkripte von Telefongesprächen, die Verbindungen zwischen den zehn Terroristen und “ihren pakistanischen Anführern” aufzeigten, hatte ein ranghoher Regierungsmitarbeiter gesagt.

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