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In Tirol ist man Feuer und Flamme für Hexen

In Innsbruck nähert man sich den Hexen auf ungewohnte Weise
In Innsbruck nähert man sich den Hexen auf ungewohnte Weise ©APA/dpa
Das Taxispalais Kunsthalle Tirol widmet sich in seiner aktuellen Ausstellung dem sozialen Konstrukt der Hexe in Vergangenheit und Gegenwart. Werke verschiedener Künstlerinnen und Künstler untersuchen die "ideologischen und ökonomischen Infrastrukturen" der historischen Hexenjagd. Die Arbeiten sollen "verdrängte Geschichten und Seinsweisen" aufdecken und fragen nach unserer heutigen Position in Bezug auf die Auslöschung von Hexen. Eröffnet wird die Schau "Hexen" am Freitag.

In der Ausstellung, die von Nina Tabassomi kuratiert wurde, werden die Rollen von Kirche und Nationalstaaten bei der Hexenjagd thematisiert. Neda Saeedi etwa rückt in ihren Installationen Kirche, Heilsversprechen des Monotheismus und den Kapitalismus als "Zeremonienmeister der Hexenverfolgung" ins Zentrum - sie weisen allerdings ins Nichts oder in eine Sackgasse. Angela Anderson und Ana Hoffner ex-Prvulovic* widmen sich dem berühmten "Hexenhammer", einer historischen Vernichtungsfibel und arbeiten Bezüge zur Gegenwart heraus.

Dem weiblichen Körper widmet sich Pauline Curnier Jardin in dem Video "Qu'un sang impur", "die humorvoll und pointiert die an den weiblichen Körper gebundene Reproduktionsprogrammatik" umschreibt. Auch Joachim Koester präsentiert im Taxispalais einen Film der den Versuch nachzeichnet, Erkenntnis durch Formen des Erahnens und Spürens zu erlangen, statt durch Kategorisierungen und Rationalisierungen.

(S E R V I C E - Ausstellung "Hexen" im Taxispalais Kunsthalle Tirol. Eröffnung am 25. Juni um 16 Uhr, Laufzeit von 26. Juni bis 3. Juni; Maria-Theresien-Straße 45, 6020 Innsbruck. Di-So 11-18 Uhr, Do bis 20 Uhr. )

(APA)

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