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In Sorge um die Luftqualität

Schwarzach/VN - Die Feinstaubbelastung hat im Vorjahr massiv zugenommen. Auch in Vorarlberg hat sich die Luftqualität verschlechtert.
Grafik der Feinstaubbelastung 2010

Was die Luftgüte angeht, herrscht in ganz Österreich gleichsam wieder dicke Luft. Nach Angaben des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) fällt die Feinstaubbilanz 2010 durchwegs negativ aus. In allen Bundesländern wurde der Jahresgrenzwert überschritten „So viel Feinstaub war zuletzt 2006 in der Luft. Die Luftqualität hat sich österreichweit im vergangenen Jahr massiv verschlechtert“, zieht VCÖ-Experte Martin Blum Bilanz. Bundesweit wurde bei 36 Messstellen der EU-Grenzwert von maximal 35 Tagen mit zu hoher Feinstaubbelastung überschritten. Der strengere österreichische Grenzwert – 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft an mehr als 25 Tagen – wurde im Vorjahr bei weiteren 35 Messstellen überschritten.

In Vorarlberg war das an der Bärenkreuzung in Feldkirch und am Zollamt Au in Lusten­au der Fall. An den beiden Messstellen wurde bis Ende November 2010 bereits an 27 Tagen ein zu hoher Tagesgrenzwert festgestellt. In Feldkirch waren das im Vergleich zum Vorjahr um drei Tage mehr, in Lustenau waren es gleich zwölf Tage mehr an denen die Belastung mit Feinstaub zu hoch war. „Die massive Verschlechterung der Luftqualität liegt daran, dass in den Jahren 2008 und 2009 die Wetterbedingungen sehr günstig waren. Feinstaubgrenzwerte müssen aber auch dann eingehalten werden, wenn ungünstige Wetterbedingungen herrschen“, wertet Blum die bisherigen Maßnahmen als „nicht genügend“.

Nach den Worten von Umweltlandesrat Erich Schwärzler ist die aktuelle Feinstaubbilanz „ein herber Rückschlag für Vorarlberg, nachdem sich in den Vorjahren die Situation messbar verbessert“ habe. Zurückzuführen sei der Anstieg der Belastung auch auf die Zunahme des Verkehrs. Das Land werde die mit den Gemeinden eingeleiteten Maßnahmen zur Feinstaubsenkung, wie etwa bessere Streumethoden im Winter oder Partikelfilter für ÖPNV-Busse, weiter konsequent verfolgen. Allerdings sei auch die EU gefordert, endlich klare Vorgaben zu beschließen, die für alle Fahrzeuge im internationalen Verkehr strenge Umweltstandards vorsehen.

Für den Vorarlberger Grünen-Chef Johannes Rauch ist für eine wirksame Feinstaubbekämpfung vor allem die Eindämmung des Individualverkehrs erforderlich. „Es ist wichtig, in Richtung Umstieg zu investieren.“ Zudem gelte es aber auch, bei besonderen Wetterlagen bestimmte Umweltzonen auszuweisen. Er denke dabei an Tempo-100 auf der Autobahn. Und: „Der Einsatz von Elektroautos als Option für die Zukunft muss weiter forciert werden.“

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