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In fast jeder dritten Firma gibt es bereits 12-Stunden-Tage

Eine Demonstration des ÖGB um Widerstand gegen 12- Stunden- Arbeitstag und 60- Stunden- Arbeitswoche zu signalisieren im Juni 2018 in Wien.
Eine Demonstration des ÖGB um Widerstand gegen 12- Stunden- Arbeitstag und 60- Stunden- Arbeitswoche zu signalisieren im Juni 2018 in Wien. ©APA
Die kürzlich geschaffene Möglichkeit eines 12-Stunden-Arbeitstages in der Gleitzeit wird bereits von 30 Prozent der Unternehmen genutzt - das hat eine Umfrage ergeben, die von Deloitte Österreich, der Universität Wien und der Universität Graz durchgeführt wurde.
AK-Chefin: 12-Stunden-Tag angekommen

Demnach werden die Arbeitszeiten immer flexibler und die Heimarbeit nimmt stark zu. Befragt wurden 214 Führungskräfte und Personalchefs.

Deutlich weniger Kernzeiten

Das Ergebnis: Flexibles Arbeiten ist in Österreich auf dem Vormarsch und Kernarbeitszeiten verlieren an Bedeutung. Vor zwei Jahren hätten noch fast zwei Drittel der Unternehmen auf Gleitzeit mit Kernzeit gesetzt, jetzt tue das nur mehr die Hälfte. "Bereits bei einem Viertel der Unternehmen arbeitet die Mehrheit der Mitarbeiter ohne Kernzeiten", sagte Barbara Kellner, Managerin bei Deloitte Österreich.

"Home Office" nimmt zu

Fast alle Unternehmen gaben an, dass Mitarbeiter ihre Bürojobs schon von zu Hause aus erledigen könnten - allerdings dürfen das bei einem Drittel der Firmen nur einzelne Mitarbeiter. Dennoch nimmt die tatsächliche Nutzung von "Home Office" stark zu, sie hat sich laut Befragung in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt. 86 Prozent der Befragten gaben an, dass das Angebot von einem beträchtlichen Anteil der Mitarbeiter tatsächlich in Anspruch genommen werde. Bei der letzten Befragung 2017 gaben das nur 42 Prozent an. Allerdings würden sich Mitarbeiter manchmal nicht trauen, Home-Office-Angebote wahrzunehmen, wenn physische Anwesenheit mit Leistung gleichgestellt werde, erklärte Kellner.

(APA)

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