In diesem Bereich ist Vorarlberg Schlusslicht

Gerne sind wir die „Besten im Westen“. Erschreckend sind die Bereiche, in denen Vorarlberg besonders schlecht abschneidet.

Die überarbeiteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Krankenhäusern schlagen Alarm, weil der Arbeitsdruck zunehmend steigt. Die Corona-Pandemie verschärft die Situation zusätzlich, ist aber nicht deren Ursache. „Bereits vor der Pandemie waren die großen Defizite bei der Personalpolitik offensichtlich und für alle Beteiligten spürbar. Die Situation ist in ganz Österreich dramatisch, besonders schlecht sieht es aber in Vorarlberg aus“, erklärt SPÖ-Gesundheitssprecherin Elke Zimmermann die Dramatik der Situation.

Tatsächlich liegt Vorarlberg im Bereich der Pflegefachkräfte, den Pflegehelfenden und bei den medizinisch-technischen Diensten am letzten Platz, was das Verhältnis von Krankenbetten und Fachkräften angeht.

SPÖ-Gesundheitssprecherin Elke Zimmermann. Foto: Alexandra Serra

Wenig Pfleger pro Bett

Was heißt das konkret? Vorarlberg hat 86,8 Pflegefachkräfte pro 100 Betten. Der österreichische Schnitt beträgt 100,9. Detto bei den Pflegehelfern und Pflegehelferinnen. Hier haben wir in Vorarlberg 15,8 Personen pro 100 Betten. Der österreichische Schnitt beträgt 24,5. Und auch bei den medizinisch-technischen Diensten haben wir nur 14,8 Personen pro 100 Betten. Der österreichische Schnitt beträgt 23,0.

Großer Verbesserungsbedarf

„Während unser Bundesland in vielen Bereichen den Anspruch hat, zu den Besten zu gehören, trifft bei wichtigen Bereichen wie den Bedingungen für das Krankenhauspersonal genau das Gegenteil zu. Dieser Zustand muss dringend verbessert werden“, stellt Elke Zimmermann klar. 

Bessere Arbeitsbedingungen, bessere Bezahlung

Die SPÖ unterstützt die Forderungen der Krankenpflegerinnen und -pfleger. Ihr Ziel ist es, mithilfe besserer Rahmenbedingungen die Belastungen für Beschäftigte zu minimieren und auf lange Sicht das Arbeitsfeld der Pflege attraktiver zu gestalten. Betont wird zudem die Notwendigkeit von mehr Freizeit als Ausgleich vom belastenden Arbeitsalltag. Und natürlich braucht es auch ganz einfach eine bessere Bezahlung.

Worauf Vorarlberg zusteuert

Der Fachkräftemangel im Pflegebereich sowohl in den Spitälern als auch in Alten- und Pflegeheimen wird laut Prognosen in den nächsten Jahren durch die Pensionswelle der geburtenstarken Jahrgänge verstärkt. Für Vorarlberg bedeutet das, dass die ohnehin schon prekäre Situation noch einmal dramatischer wird – und das sowohl zulasten der Menschen, die diesen Beruf tagtäglich ausüben als auch ihrer Patienten, für deren Betreuung immer weniger Zeit zur Verfügung steht.

(Entgeltliche Einschaltung der SPÖ Vorarlberg)

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