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In 50 Minuten von Hohenems nach Wien

1600 Arbeitsstunden investierten zwei flugbegeisterte Hohenemser in das technische Wunderwerk. Am Freitag hob Wolfgang Maschek mit der Maschine zum Jungfernflug ab.

Freitag, kurz vor 8 Uhr früh. Eine kleine Fangemeinde hat sich vor dem Hangar auf dem Hohenemser Flugplatz eingefunden. Wolfgang Maschek und sein Sohn Clemens schieben die silberglänzende Maschine aufs Vorfeld. Dann erfolgt der letzte Check. Um Punkt acht Uhr heißt es Start frei für das schnellste einmotorige Sportflugzeug der Welt.

Wolfgang Maschek gibt Gas. Kurz vor dem Ende des Rollfeldes hebt das Flugzeug ab und steigt steil in den Himmel. Freunde und Bekannte, die den ersten Start miterleben wollten, jubeln: „Sie fliegt, sie fliegt.“ Nach zwei, drei Platzrunden setzt der Werbegrafiker und Sportpilot zur Landung an und bringt die Maschine sicher zum Stillstand. Jetzt erst atmen alle auf. Vor allem Sohn Clemens, der selbst Berufspilot ist und während des Fluges in ständigem Funkkontakt mit seinem Vater stand, fällt der berühmte Stein vom Herzen.


Zwei Jahre Arbeit

Obwohl Maschek Senior und Junior keine Sekunde daran zweifelten, dass die selbstgebaute Maschine ihre erste Bewährungsprobe bestehen wird, waren beide froh, dass der Jungfernflug ohne Probleme über die Bühne gegangen war. Vor zwei Jahren hatte Maschek das Flugzeug als Bausatz in den USA gekauft. „Wir haben jede Schraube einige Male in den Händen gehalten“, erinnert sich Sohn Clemens an die heikle Arbeit, die in einem eigens angemieteten Hangar zur Vollendung gebracht wurde.

Wolfgang Maschek, der sich vor dem Start sehr gelassen zeigte, gab nachher offen zu, dass er eine unruhige Nacht hatte. Ein Blick auf den Herzfrequenzmesser am Handgelenk eine halbe Stunde nach der Landung zeigte die große nervliche Anspannung des 52-jährigen Piloten: Der Puls lag immer noch bei 140 Schlägen pro Minute.


Schnell unterwegs

Die maximale Reisegeschwindigkeit des eleganten Fliegers beträgt 610 Kilometer pro Stunde. Wien erreicht man von Hohenems in 50, Venedig in 40, Lugano in 20 Minuten. Die Gipfelhöhe beträgt 8000 Meter, die Reichweite 2000 Kilometer.

a) Penibler Check vor dem Start zum ersten Flug.
b) Anrollen zur Startbahn: Das 400-PS-Kompressor-Turbo-Aggregat läuft schön rund.
c) Wolfgang Maschek nach der Landung: Die Erleichterung ist ihm anzusehen.

Factbox

  • Typ: Lancair Legacy
  • Max. Reisegeschwindigkeit: 610 km/h
  • Max. Steiggeschwindigkeit: 1000m/min
  • Motor-Leistung: 400 PS
  • Hubraum: 9,3 Liter
  • Verbrauch: ca. 10 Liter/100 Kilometer
  • Leergewicht: 750 kg

    Besonderheiten: digitaler Autopilot, eingebaute Oxygenanlage, volle Blindflugausrüstung

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