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Immer wieder Pneumokokken-Meningitis-Fälle

Immer wieder Pneumokokken-Meningitis-Fälle. Am LKH Feldkirch wurde vor kurzem ein etwa ein Jahr altes Kind deswegen mit einem schweren Verlauf der Infektion behandelt und ist jetzt auf Rehabilitation.

Der Chef der Intensivstation an der Universitäts-Kinderklinik am Wiener AKH, Dr. Gerhard Trittenwein, bestätigte ebenfalls einen Verdachtsfall bei einem Kleinkind. Genaueres werde man aber erst kommende Woche wissen, sagte er.

Pneumokokken sind für etwa die Hälfte der bakteriellen Meningitis-Fälle bei Kindern in Österreich verantwortlich. Die Krankheit kann mit Sepsis und schwersten Gehirnschäden enden. Es kommt auch immer wieder zu Todesfällen. Experten empfehlen, dass jedes Baby dagegen geimpft wird. Für Risikokinder (Immunschwäche, Frühgeburt etc.) ist die Impfung kostenlos. Derzeit läuft aber auch eine Aktion, bei welcher der Impfstoff für alle anderen Kinder in den Apotheken um 79 statt 120 Euro abgegeben wird.

Laut einer von dem Wiener Tropen- und Reisemediziner Univ.-Prof. Herwig Kollaritsch durchgeführten Studie bei Kindern unter fünf Jahren, die an Pneumokokken-Erkrankungen litten, hätten 80 Prozent der Fälle durch eine Impfung verhindert werden können. Aus großen Studien in den USA, wo der Impfstoff seit dem Jahr 2000 breit bei Säuglingen und Kleinkindern verwendet wird, wisse man, das schwere Pneumokokken-Erkrankungsfälle innerhalb von wenigen Jahren fast vollständig verschwanden, sagte der Experte zu dem Thema

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