Immer was los im Kinderdorf

Im Kinderdorf Kronhalde haben zehn Kinder ein neues Zuhause gefunden
Im Kinderdorf Kronhalde haben zehn Kinder ein neues Zuhause gefunden
Mit einer Kinderdorffamilie und einer Wohngruppe zusätzlich ist das Vorarlberger Kinderdorf mehr denn je ein pulsierender Ort des Lebens für benachteiligte Kinder.
Vorarlberger Kinderdorf

Das SOS-Kinderdorf in Dornbirn wird aufgelöst, das Kinderdorf Kronhalde am Stadtrand von Bregenz wächst: Bereits Anfang des Jahres fanden mit der Übersiedelung einer SOS-Kinderdorffamilie und einer Kinderwohngruppe insgesamt zehn Kinder mehr im Kinderdorf Kronhalde – einem Fachbereich des Vorarlberger Kinderdorfs – ein neues Zuhause.

Kooperation mit Kraft

Die „historische Fusion“ wird als positive Weiterentwicklung basierend auf den Visionen von SOS-Gründer Hermann Gmeiner und Hugo Kleinbrod, der 1951 das Vorarlberger Kinderdorf ins Leben rief, gesehen. „Wir freuen uns, dass wir eine von beiden Kinderdörfern gemeinsam getragene Lösung gefunden haben, die die Bedürfnisse von Kindern in den Mittelpunkt stellt“, erklärt Vorarlberger Kinderdorf-Geschäftsführer Christoph Hackspiel.

Kinder im Mittelpunkt

Mittlerweile sind laut Verena Dörler, Leiterin des Kinderdorfs Kronhalde, Kinder und Mitarbeiterinnen gut angekommen. „Für die Kinder und Jugendlichen zwischen fünf und 15 Jahren bedeutete der Umzug einen Abschied aus ihrer vertrauten Umgebung, von Nachbarn, Freunden, Klassenkameraden. Wir haben diesen Prozess gemeinsam mit den Kindern, ihren Eltern und den BetreuerInnen gestaltet, um die Kinder entsprechend vorzubereiten. So konnten verlässliche Beziehungen erhalten bleiben.“

„Ziemlich großes Dorf“

Für Klaus ist das Kinderdorf „ein ziemlich großes Dorf mit vielen Menschen und einem tollen Turnsaal“. Inzwischen hat der 9-Jährige in der Schule Freundschaften geknüpft und freut sich über den „super Platz zum Skaten“ vor dem Haus der Außenfamilie in Höchst. Michael, 13, lebt in der “Familiären Wohngruppe” und meint: „Am Anfang war alles neu und mir hat nix gefallen. Jetzt habe ich mich schon eingewöhnt und bin froh, dass die BetreuerInnen auch da sind. Außerdem ist da ein kleiner Hund, den ich besonders mag.“ Kinderdorfmutter Heidi Bauer schließt sich dem an: „Ich musste mich erst wieder an die große Gemeinschaft gewöhnen. Jetzt schätze ich es sehr, dass ich in eine Gruppe eingebettet bin. Wohl habe ich mich von Anfang an gefühlt.“ Als „Bereicherung, dass unser Erfahrungsschatz mit den neuen KollegInnen gewachsen ist und wir auf dieser Basis Kinder begleiten“ erlebt Sozialpädagoge Christian Winsauer die Erweiterung

Netzwerk der Solidarität

Nachdem das SOS-Kinderdorf den Standort für Kinderdorffamilien in Dornbirn aufgelöst hat, widmet sich SOS in Vorarlberg künftig ausschließlich dem Jugendwohnen. Alle Vorarlberger Kinderdorffamilien sind nun im Kinderdorf Kronhalde beheimatet: Über 70 Kinder, die Vernachlässigung, Gewalt und Beziehungsabbrüche erlebt haben, können in zehn Kinderdorffamilien in Geborgenheit aufwachsen. Zudem bieten zwei “Familiäre Wohngruppen” für je acht bis zehn Kinder und Jugendliche eine flexiblere Form der Betreuung. Mit insgesamt sieben Fachbereichen bildet das Vorarlberger Kinderdorf für über 2200 Kinder und deren Familien in scheinbar ausweglosen Krisen ein tragfähiges Netzwerk der Solidarität.

 

Vorarlberger Kinderdorf

 

 

 

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