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Immer am Ball

Ein Match mit Ole, elefantöse Glücksbringer sowie eine große Portion Leidenschaft und Disziplin für außergewöhnliche Ziele im Leben. Tennisstar und Lynggaard-Markenbotschafterin Angelique Kerber zeigt sich im Interview bodenständig und sympathisch.
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Durch ihre Siege bei den Australian Open, US Open (beide im Jahr 2016) sowie in Wimbledon (2018) stieg die deutsche Spitzensportlerin in die Riege der einflussreichsten und besten Tennisspielerinnen der Welt auf. Doch nicht nur Siegerpokale und Trophäen haben es Angelique Kerber angetan: Dieses Jahr hat sich das Ausnahmetalent in die dänische Schmuckmarke Ole Lynggaard verliebt. Die gleichen Werte wie Geduld, Disziplin und eine positive Grundeinstellung waren ausschlaggebend, dass die Lynggaards und die Bremerin zueinander fanden. Ein Gespräch über die Bedeutung goldiger Glücksbringer, wahren Luxus und Ziele, an denen man viele Jahre hart arbeiten muss, um außergewöhnliche Erfolge feiern zu können.

Wie wichtig ist Schmuck für Sie?

Für mich hat Schmuck einen zentralen Stellenwert, was sich in allen Facetten meines Alltags widerspiegelt. Er erlaubt mir meine Stimmung individuell zum Ausdruck zu bringen und gehört für mich seit jeher mit dazu. Sei es auf dem Tennisplatz mit einem klaren Statement wie den farbenfrohen Live Bracelets von Ole Lynggaard oder bei eleganten Abendveranstal­tungen mit auffälligeren Pieces. Schmuckstücke sagen viel über einen selbst aus – mir geben sie als ständige Begleiter sehr viel Kraft.

Wie kam die Kooperation mit Ole Lynggaard Copenhagen zustande?

Für mich war es wichtig, mit einer Firma zu kooperieren, die zu mir passt und die ihre Ziele genau so leidenschaftlich und detailverliebt verfolgt, wie ich das in meinem Beruf tue. Als ich die ganze Familie Ende 2019 das erste Mal in Kopenhagen kennenlernen durfte, war mir sofort klar, dass es das ist, wonach ich gesucht habe. Die Geschichte dieses Unternehmens hat mich fasziniert – heutzutage gibt es nur noch wenig große Schmuckmanufakturen, die von der Familie geführt werden. Ein Gang durch das Atelier von Charlotte Lynggaard und die Werkstatt mit ihren vielen Goldschmieden haben mir gezeigt, dass Handwerk und Design dort wirklich gelebt werden. Bei unserem ersten Treffen haben wir übrigens wenig über Schmuck gesprochen, dafür aber Tennis mit dem Unternehmensgründer Ole gespielt.

Sie tragen beim Tennisspielen ab und an auch eine Halskette mit einem Ole-Elefanten. Hat dieser eine bestimmte Bedeutung für Sie?

Elefanten gelten seit jeher als Symbol für Treue, Stärke, Weisheit und Glück. Bei meinem Besuch in Kopenhagen ist der Elefant mir sofort aufgefallen und mittlerweile ist er mein liebster Glücksbringer. Ich trage ihn während des Spiels – jeder Spieler hat ja so seine Rituale und Glücksbringer. Ich fühle mich stark und geerdet, wenn ich ihn trage.

Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Schmuckstück?

Mein erstes Schmuckstück ist schon eine ganze Weile her (lacht). Ein Schmuckstück, an das ich mich aber genau erinnere, ist eine Halskette, die ich von meinen Großeltern als Glücksbringer bekommen habe und die ich über viele Jahre immer in jeder Lebenslage getragen habe.

Schmuck lieber selbst aussuchen oder sich schenken lassen – was bevorzugen Sie?

Meiner Meinung nach ist ein Schmuckstück, das man von einer nahestehenden Person geschenkt bekommt, nicht mit Geld aufzuwiegen. Das Aussuchen und die Gedanken, die sich der Schenkende gemacht hat, bringen einen ganz besonderen Zauber mit sich. Durch das Schmuckstück trägt man diese Verbindung immer mit sich. Dennoch ist es auch sehr schön, sich ab und zu mal selbst zu belohnen. Ein Schmuckstück, das man schon länger im Auge hatte, als Belohnung für ein erreichtes Ziel zum Beispiel, ist gerade in Zeiten von wachsender Achtsamkeit ein schönes Symbol.

Was ist Luxus für Sie?

In der aktuellen Phase meiner Karriere ist Luxus für mich schlichtweg mit „Zeit“ gleichzusetzen. Frei von Terminen und Verpflichtungen, mit Freunden und Familie zusammen sein zu können.

Ist es ein Vorteil, linkshändig zu spielen? Beim Tennis ist es für die meisten Spielerinnen ungewohnt, gegen eine Linkshänderin zu spielen, was im Übrigen für mich genauso gilt. Da der Ball bei Linkshändern ein bisschen anders abspringt, ist es erstmal eine Umstellung. Aber meistens reicht das leider noch nicht aus, um ein Match zu gewinnen (lacht).

Was können Sie noch gut außer Tennis spielen?

Das sollten andere für mich be­antworten, die mich gut kennen. Aber so viel sei an dieser Stelle doch verraten, ich habe die Zeit des Corona-Lockdowns genutzt, um meine Kenntnisse in der Küche zu verbessern.

Gold in Tokio oder ein Sieg in Paris sind Meilensteine, die Ihre Karriere perfektionieren würden. Wie bereiten Sie sich darauf vor? Wie wichtig ist geistige Stärke?

Um einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen oder gar die Goldmedaille, muss man jahrelang hart an seinem Ziel arbeiten und sich stetig verbessern. Dazu gehört auch, aus Rückschlägen die richtigen Konsequenzen zu ziehen und niemals aufzugeben. Nur so bekommt man die mentale Stärke, um große Titel zu gewinnen.

Gibt es eine Wunsch-Gegnerin, weil Ihnen etwa die Spielweise besonders liegt?

Das ist schwer zu sagen, da jedes Match bei null anfängt und vieles von der individuellen Tagesform von mir und meiner Gegnerin abhängt. Die Kunst ist vielmehr, sich auf sein eigenes Spiel zu konzentrieren und nicht auf das der Gegnerin.

Welche Nachwuchsspielerin hat Ihrer Meinung nach das größte Potenzial?

In den letzten zwei Jahren sind viele gute neue Spielerinnen durchgebrochen, von denen einige auch schon weit bei den Grand-Slam-Turnieren gekommen sind. Cori Gauff aus den USA, um nur eine zu nennen, ist sicherlich eine Spielerin mit immensem Potenzial.

Haben Sie schon eine Vorstellung für die Zeit nach der Profikarriere? Könnten Sie sich vorstellen, Schmuck zu designen?

In den letzten Monaten habe ich gelernt, dass es sich nicht lohnt, zu weit in die Zukunft zu planen. Aktuell konzentriere ich mich mit voller Kraft auf den Neustart der Tennistour und für alles, was danach noch kommt, bin ich offen. Dabei wird Schmuck sicherlich auch weiter eine Rolle spielen.

Glücksbringer


Neues Jahr, neues Glück? Das Jahr 2021 steht in den Startlöchern, ein kleine Portion Glück in Form eines Talismans kann da nicht schaden – am liebsten als funkelndes Schmuckstück.

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