Im Zeichen des Roten Kreuzes - eindrucksvolle Leistungsbilanz im Jahr 2010

Kommando der Rotkreuz-Abteilung Feldkirch - Jahreshauptversammlung 2011 im Panoramasaal des LKH-Feldkirch
Kommando der Rotkreuz-Abteilung Feldkirch - Jahreshauptversammlung 2011 im Panoramasaal des LKH-Feldkirch ©Christoph Kaar/Rotkreuz-Abteilung Feldkirch
97. Jahreshauptversammlung der Rotkreuz-Abteilung Feldkirch

Anlässlich der 97. Jahreshauptversammlung am 25. März konnte Kommandant Gerhard Kräutler mehr als 130 Mitglieder und zahlreich Ehrengäste im Panoramasaal des LKH-Feldkirch begrüßen. Darunter Stadträtin Dr. Angelika Lener als Vertreterin der Stadt Feldkirch, den Direktor des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband Vorarlberg, Dir. Roland Gozzi und Kommandant Walter Zimmermann von der Rotkreuz-Abteilung Rankweil. Ebenso der Einladung gefolgt waren, der Chefarzt des LKH- Feldkirch, Prim. Univ. Prof. Dr. Etienne Wenzl, der leitende Notarzt OA Dr. Peter Spöttl, der Leiter des Sekundär-NAW-Systems OA Dr. Christian Walleczek, Ortsvorsteher der Innenstadt Dieter Preschle, Postenkommandant Chefinspektor Peter Lins, der stellvertretende Leiter der Rettungs- und Feuerwehrleistelle Adolf Rohrer, Abschnittsfeuerwehrkommandant Hubert Bonner sowie Vertreter der Wasserrettung Feldkirch/Frastanz (Nicole Del Missier und Lothar Lins), der Feuerwehren Feldkirch-Stadt (Martin Lercher), Altenstadt (Martin Allgäuer) und Rankweil (Markus Frick).

Die Europäische Union hat das Jahr 2011 zum Jahr des Ehrenamts erklärt. Ohne ehrenamtliches Engagement wären viele Dienstleistungen gar nicht mehr finanzierbar und daher für die Bevölkerung auch nicht vorhanden, wie Kommandant Gerhard Kräutler in seinen Einführungsworten betonte. Die Zeit die rd. 44 % der österreichischen Bevölkerung in viele Bereiche des Lebens, egal ob Soziales, Kultur, Sport, Kirche, Umwelt oder Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz investieren ist nicht nur unbezahlt, sie ist unbezahlbar. Ein nicht unwesentlicher Teil der Ehrenamtlichen rekrutiert sich aus dem Bereich der Zivildiener. Es ist erfreulich, dass sich jährlich rd. zwölf gut ausgebildete Zivildiener dazu entscheiden, nach ihrem Zivildienst weiterhin ehrenamtlich im Dienste des Roten Kreuzes und für die Rotkreuz-Abteilung Feldkirch tätig zu sein. Daher kann bei der derzeitigen Diskussion um die Abschaffung der Wehrpflicht an die verantwortlichen Politiker nur appelliert werden, verantwortungsbewusst mit diesem Thema umzugehen und eine praktikable Lösung anzustreben.

Anschließend informierten die stellvertretenden Kommandanten Roland Dreier und Guntram Grabher-Meyer in einer kurzen und eindrücklichen Präsentation über die Aktivitäten der Abteilung und stellten die Bilanz des vergangenen Jahres vor. So verfügt die Rotkreuz-Abteilung Feldkirch derzeit über 197 Mitglieder wovon rd. 2/3 im aktiven Dienst stehen. Im Jahre 2010 wurden von diesen mehr als 42.000 freiwillige Einsatzstunden absolviert – das entsprach einem Zeitaufwand von rd. einem Monaten pro aktivem Mitglied. In über 16.600 Einsätzen wurden mehr als 398.000 km zurückgelegt und 18.808 Patienten befördert bzw. betreut. Dabei reichte das Einsatzspektrum vom Krankentransport bis zu Notfalleinsätzen nach internen Erkrankungen, Verkehrsunfällen oder Gewaltdelikten. Die Anzahl der Einsätze stieg um rd. 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Somit waren 2010 im Durchschnitt erstmals mehr als 45 Ausrückungen pro Tag zu verzeichnen. Die damit verbundenen Herausforderungen, sowohl für die Mannschaft als auch für die Verantwortlichen im Abteilungskommando können nur durch eine bestens organisierte Mannschaft bewältigt werden. Auf eine solche kann die Rotkreuz-Abteilung Feldkirch nicht ohne Stolz verweisen. Die Zusammenarbeit zwischen den hauptberuflichen und freiwilligen Mitarbeitern sowie den Zivildienern funktioniert hervorragend. Eine konsequente und professionelle Aus-, Fort- und Weiterbildung gewährleistet den hohen Qualitätsstandard und trägt ganz wesentlich dazu bei, den Dienst “Aus Liebe zum Menschen” optimal zu erfüllen.

In ihren anschließenden Grußworten brachten Stadträtin Dr. Angelika Lener, Dir. Roland Gozzi sowie die Vertreter der befreundeten Organisationen zum Ausdruck, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit nicht nur innerhalb einer Abteilung, sondern auch das Zusammenwirken untereinander ist. Der hohe Stellenwert der Freiwilligkeit und die Bereitschaft, sich für seine Mitmenschen einzusetzen sind wesentliche Eckpfeiler unserer Gesellschaft. Ebenso unerlässlich in der heutigen Zeit sind aber auch Flexibilität und die Bereitschaft, Veränderungen mitzutragen wenn diese sinnvoll sind. Ein gelebtes Beispiel dafür ist die Rotkreuz-Abteilung Feldkirch auf die sich die Bevölkerung auch in Zukunft – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr – verlassen kann.

INFO:

Einsatzstunden:
Rettungs- und Krankentransport: 31.000
Bereitschaftsdienste bei Veranstaltungen: 1.224
Blutspendedienst: 330
Schulungen, Fort- u. Weiterbildung, Kurses: 6.950

Einsatzstatistik:
Einsätze im Rettungs- und Krankentransport: 16.609
Gefahrene Kilometer: 398.095
Patienten: 18.808
Notarzteinsätze: 1.593
Sekundär-Notarztwagen: 565
Behindertenfahrdienst: 488

Carinagasse 41,6800 Feldkirch, Austria

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