Im Urlaub Fuß vom Gas

Sofort zahlen, Autoschlüssel abgeben oder gar den Führerschein verlieren? Verkehrsdelikte im Ausland können mitunter böse Folgen haben. Deshalb ist gerade Vorsicht angesagt.

Wer seine Urlaubskasse schonen will, der sollte die Verkehrsregeln kennen und genau einhalten.

Laut einem Vergleich des Verkehrsclub Österreich gibt es im Großteil des EU-Raums sowohl strengere Verkehrsregeln als auch höhere Strafen. So gelten niedrigere Tempolimits auf Autobahnen in 14 EUStaaten, auf Freilandstraßen wird sogar in 20 EU-Ländern langsamer als in Österreich gefahren. Während in den meisten Ländern in den Städten Tempo 50 gilt, gibt es auch Ausnahmen. In Slowenien beispielsweise ist innerorts “60“ erlaubt.

Bei Verstößen gegen die geltenden Tempolimits drohen teils drastische Bußgelder. Der Blick auf den Tachometer wird besonders in den beliebten Urlaubszielen der Österreicher wichtig: „In Italien sind die Strafen drei Mal so hoch wie in Österreich, in Ungarn fünf Mal so hoch und in Spanien sechs mal so hoch“, berichtet Martin Blum vom VCÖ.

Geringfügige Geschwindigkeitsübertretungen um bis zu 20 km/h kommen infolge Unachtsamkeit vergleichsweise häufig vor. Das kann dann aber schon ziemlich teuer werden. Wer beispielsweise in Italien mehr als 10 km/h zu schnell fährt und dabei ertappt wird, muss schon 143 Euro hinblättern. Auch in der Schweiz, Belgien oder Schweden beginnen die Geldbußen für Temposünder im dreistelligen Euro-Bereich. In Slowenien liegt der Strafrahmen für Geschwindigkeitsüberschreitungen um 20 km/h bei 40 bis 125 Euro.

Neue Gesetzeslage

Ab März kommenden Jahres können im EU-Ausland verhängte Geldstrafen über 70 Euro auch in Österreich vollstreckt werden. „Obwohl das Gesetz erst 2007 in Kraft tritt, besteht die Gefahr, dass Urlauber, die heuer im Sommer einen Strafzettel erhalten, im kommenden Jahr noch rückwirkend dafür zur Kasse gebeten werden“, warnt die ÖAMTC-Juristin Verena Hirtler.

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