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Im Trend: Stahl immer öfter erste Wahl

Schwarzach - Stahl ist teuer. Stahl ist aufgrund der angeheizten globalen Nachfrage schlecht verfügbar. Stahl mag im Brückenbau oder in der Industrie unverzichtbar sein – was aber soll der Werkstoff beim Hallen- oder Einfamilienhausbau? Stahl-Lösungen | Stahl-Facts

Mit solchen (Vor-)Urteilen sehen sich die gewerblichen Vorarlberger Stahlbaubetriebe nicht selten konfrontiert. Obwohl sie diese eigentlich täglich durch mannigfaltigen „Stahl-Anschauungsunterricht“ widerlegen.

„Selbstverständlich ist die Industrie auch heute eine Stahl-Domäne, selbstverständlich wird’s nie großdimensionierte Brückenbauwerke ohne diesen Werkstoff geben. Stahl hat sich aber längst auch als attraktive wirtschaftliche Alternative für schlanke Tragwerke über enorme Spannweiten, für hohe dynamische Belastbarkeit (Stichwort auch: erdbebensicheres Bauen), für Parkdecks, im Fassaden- und auch im privaten Hausbau etabliert. Und für eine Vielzahl von Sonderkonstruktionen erweist sich Stahl als geradezu prädestinierte Materialwahl.“ Das betonten heute der Innungsmeister der Metalltechniker, der Harder Stahlbauer Ing. Christian Thaler, und der größte gewerbliche Stahl- und Anlagenbauer Vorarlbergs, Harald Bitschnau aus Nenzing.

Mit Sonderkonstruktionen in Stahl meinen Thaler und Bitschnau z. B. Aussichtsplattformen, aber auch Helikopter-Landeplätze auf Spitälern oder Geländekuppen, Stadionüberdachungen oder etwa die von Bitschnau realisierte neue Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen. „Eben weil unser Stahl-Knowhow völlig neue Anwendungsbereiche erschließen konnte, sind Vorarlbergs gewerbliche Stahlbauer auf mindestens ein weiteres Quartal voll ausgelastet, platzieren 35 Prozent ihrer Produkte und Dienstleistungen als Exporte in einem Radius von 200 bis 1000 Kilometern, investieren pro Jahr und Mitarbeiter im Schnitt 7600 Euro und können im Hinblick auf Nutzbarkeit und Lebensdauer mit ihrem Preis-/Leistungsverhältnis mit der Beton- oder Holz-Konkurrenz absolut Schritt halten“, führen dies die Stahlpraktiker auch auf die hohe Innovationskraft im Stahlgewerbe zurück.

Stahl ist übrigens, so die Spartensprecher, nur relativ teuer und nur relativ knapp. „Seit 2003 haben die Preise um im Schnitt 50 bis 60 Prozent angezogen, nachdem sie vorher zehn Jahre auf der Stelle getreten waren. Da sind wir aber nur ,in bester Gesellschaft’ mit Holz, Beton, sonstigen Baumaterialien“ (Thaler). Zudem betrage der Anteil der Stahl- an z. B. Hochbau-Gesamtkosten im Durchschnitt nur 25 Prozent. Und zur Knappheit: Es treffe zu, dass man bis vor fünf Jahren „alles in einer Woche bekommen“, heute aber teilweise Lieferzeiten von bis zu drei Wochen in Kauf zu nehmen habe. Aber dafür gebe es ja die Bevorratung beim Handel.

Als maßgebliche Argumente für den Einsatz von Stahl listete Bitschnau gestern seine Konstruktionseigenschaften (problemlos bis zu 60 m frei tragend), attraktive Volumina und Transportgewichte (dank modularer Systeme), die Kombinierbarkeit mit anderen Materialien, hohe Vorfertigungsmöglichkeit, Lebensdauer von bis zu 100 Jahren und länger, Sicherheit und auch seine ökologische Nachhaltigkeit auf. Stahl ist zu 100 Prozent recyclebar, Schrott bringt heute 25 Prozent des seinerzeitigen Einkaufspreises an Erlös.

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