Im Schottenrock zum Standesamt

Andreas und Angelina: Standesamtlich im Kilt und kirchlich ganz klassisch.
Andreas und Angelina: Standesamtlich im Kilt und kirchlich ganz klassisch. ©Edith Langes
Bregenz/Hard. (hapf) Eine gar nicht sparsame Schottenhochzeit war unlängst im Harder Rathaus zu erleben. Andreas Kirchmann, erklärter Liebhaber des nördlichen Drittels der großbritannischen Insel, trat im Kilt in blauem Tartan vor den Standesbeamten, um seiner Angelina das Ja-Wort zu geben.

Keinen Hehl aus seiner Vorliebe für Schottland machte Andreas Kirchmann, als er mit seiner Angelina Fend vor den Standesbeamten in Hard trat. In original schottischer Tracht, also mit Kilt und allem, was dazugehört. Vom typischen Jacket, dem Belt Buckle (Ledergürtel mit Gürtelschnalle), dem an einer Kette um die Hüfte geschnallten Sporran (Täschchen) bis hin zu den richtigen Stutzen und den bis über die Knöchel geschnürten Ghillie Brogues (Haferlschuhe) bot Andreas den Anblick eines standesgemäßen Schotten. Karomuster (Tartan) seines Kilt wählte er ein blaues mit weißen Doppelstreifen. Diese Tartans sind oft einer bestimmten Region zugeschrieben, etwa der Edinburgh-Tartan. Viele davon tragen auch den Namen des Clans, dem sie zugeordnet sind. Für einen traditionell gefertigten Kilt werden 7 bis 8 Meter hochwertigen Wollstoffs verarbeitet. Angelina erschien vor dem Standesbeamten in einem trägerlosen weißen, knapp die Knie umspielenden Chiffon-Kleid mit einem Oberteil aus feinster Spitze. Der „Schottenhochzeit“ voraus ging im vergangenen Jahr ein klassischer Heiratsantrag. An einem romantischen Sandstrand im gemeinsamen Lieblingsurlaubsland Schottland hielt Andreas dabei mit klassischem Kniefall um die Hand seiner Angelina an. Kirchliche Trauung in der Mehrerau Für die kirchliche Trauung, die am 8. Mai in der Collegiums Kapelle Bernardi im zweiten Obergeschoss des Kloster Mehrerau stattfand, entschied sich der Bräutigam für einen klassischen dunkelblauen Einreiher mit grauer Weste und gleichfarbiger Krawatte. Angelina trug einen bodenlangen Traum aus Weiß mit Spitze in gesticktem weißen Rosenmuster. Als Trauzeugen fungierten die beste Freundin der Braut Dagmar Forster und die Schwester des Bräutigams, Sandra Ruppaner. Der schottischen Vorliebe des Brautpaars gerecht wurde dabei ein Gastauftritt der Hörbranzer „The first Leiblach Valley Pipes and Drums“. Nicht unwesentlich zum Gelingen des schönsten Tages trugen die Brauteltern Victoria und Andreas Fend sowie die stolze Mutter des Bräutigams, Edith Langes mit Gatte Herbert und der Vater von Andreas, Elmar Kirchmann, bei. In Kennelbach funkte es Andreas, 35 Jahre alt und bei Blum-Beschläge beschäftigt ist leidenschaftlicher Feuerwehrmann bei der Feuerwehr Vorkloster und trotz seiner Vorliebe für Schottland glühender Juventus-Anhänger. Angelina (35) ist seit 17 Jahren beim weltweit zweitgrößten Logistiker Schenker beschäftigt. Beiden gemeinsam sind ihre Liebe zu Familie und Freunden, das Reisen in ferne Länder, fremde Kulturen kennen zu lernen und vor allem, die gemeinsame Zeit zu genießen. Das erste Mal liefen sich beide bei einem Faschingsball am Valentinstag 2009 im Schindlersaal in Kennelbach über den Weg. Schon dort stoben sofort die Funken, die auch heute noch glühen und die Angelina und Andreas nun auch in den Hafen der Ehe führten.

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