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Im Rampenlicht

Wundervoll wandelbar – Perlen begeistern durch ihre Einzigartigkeit und Eleganz. Die Designer haben sich wieder einiges einfallen lassen und sorgen für Begeisterung.
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Wo Perlen sich am wohlsten fühlen? Im Rampenlicht, das heißt auf der Haut ihrer Trägerin, wo sie gesehen und bewundert werden können. Dafür erfindet sich die „Diva“ des Meeres immer wieder neu. Ein modernes, unkonventionelles Antlitz verleiht der „Königin des Meeres“ die Kombination mit raffinierten Materialien. „Wertvolle Tahiti- und Südseeperlen, in allen Farbvariationen, treffen auf Weißgold und Perlmuttscheiben – an diesen wilden Kreationen kommt diese Saison niemand vorbei“, weiß Andreas Kopf, Juwelier Kopf Götzis. Eine originelle und nachhaltige Art der „Resteverwertung“, denn die schimmernden Austernschalen sind eigentlich viel zu schade, um „nur“ Zifferblätter aus ihnen zu schnitzen.

Bestes Beispiel dafür ist die neue Rendezvous-Kollektion von Gellner, bei der Gold, Diamanten und Perlmutt das samtig schimmernde Naturjuwel an einer langen Kette raffiniert in Szene setzen – aber nur zur Unterstreichung der Schönheit, niemals zur Überstrahlung. Dennoch: Design ist eben auch Mut zur Veränderung. Das beweist das India Akoya Perlen Candy-Armband von Tamara Comolli: farbenfrohe Edelsteine treffen auf Perlen mit einem feinen zartrosa Glanz, garniert mit zarten Goldplättchen in Form von zwei Tropfen oder Herzhälften. Praktisch: Das gute Stück lässt sich dreifach um das Handgelenk wickeln und ist auch als Halskette tragbar, was dem aktuellen Trend zum Layering entgegenkommt. Aber auch andere Designer und Marken lieben die Kombination von Perlen, plus kleine goldene Sterne, Monde oder Edelsteine.

Triumvirat.

Ihre Zeitlosigkeit kommt der Perle im Zuge dieser Wandlungsfähigkeit besonders zugute. Klassiker wie Perlenohrstecker oder -ketten kommen nie aus der Mode. Sie passen zum eleganten Abendkleid genauso wie zur Jeans-Pulli-Kombination. Die Betonung liegt hier auf dem Wort „oder“, denn das „Triumvirat“, also das gleichzeitige Tragen von Ohrsteckern, Kette und Armband, ist für viele nicht mehr ganz so zeitgemäß. Vielmehr präsentiert sich die Perle als frecher Einzelgänger, der mit originellen Materialkombinationen für frischen Wind an Hals, Handgelenk und Ohren sorgt. „Etwa wenn sich Perlen mit anderen Steinen zu mehrreihigen Ketten oder Armbändern verbinden. Eine Langkette mit Quaste verändert auch schon das klassische Bild der Perlenkette“, erklärt Jürgen Handle, Juwelier Handle Feldkirch.

Die Natur der Perle ist wild und sanftmütig zugleich: Geboren in den Wogen des Meeres, das einmal friedlich, dann wieder schäumend aufbraust, greifen die aktuellen Designs diesen ungestümen Charakter auf und bezaubern durch ihr unkonventionelles Antlitz.

Zurück ins Meer.

Im Zuge einer in den letzten Jahren aufflammenden Nachhaltigkeitsdebatte um ethisches Gold und Diamanten, rückt auch der Herkunftsort der Perle verstärkt in den Fokus des Interesses. „Wir arbeiten nur mit Perlfarmen zusammen, die nachhaltig arbeiten. Das bedeutet, dass Korallenriffe geschützt und Mitarbeiter fair bezahlt werden“, betont Andreas Kopf. Proaktiv wird versucht, die Umwelt zu schützen und zu erhalten, denn wertvolle Perlen können nur in einer gesunden Auster, in sauberem und nährstoffreichem Wasser heranwachsen. „Perlfarmer wie die von Justin Hunter nehmen nicht nur Rücksicht auf Korallenriffe, sondern haben etwa auf den Fidschi-Inseln für die einheimische Bevölkerung eine ganze Infrastruktur geschaffen mit Strom, Arbeitsplätzen, Schulen und einem gesicherten Einkommen“, so der Perlenexperte aus Götzis. Nachhaltigkeit umfasst in diesem Fall nicht nur ökologische Faktoren, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung – das heißt, es werden für Umwelt und Mensch günstige Rahmenbedingungen geschaffen. Farmen, die nachhaltig produzieren, müssen eine lange Reihe von Vorschriften einhalten, um das entsprechende Zertifikat zu erhalten.

Nach der Ernte dürfen nachhaltig produzierte Perlen nicht behandelt werden – Farbe und Glanz werden somit nicht manipuliert. Die Naturjuwelen offenbaren dann die Schönheit, die ihnen die Muschel in die Wiege gelegt hat. So lassen sich deutlich höhere Qualitäten erreichen. Obwohl sie heute auf modernen Perlenfarmen gezüchtet werden, behält die Natur ihr Mitspracherecht: Jede einzelne Zuchtperle bezaubert mit einem individuellen Lüster und einer einzigartigen Form. Ist das nicht ein schöner Gedanke?

Naturjuwel


Obwohl Perlen heute auf modernen Farmen gezüchtet werden, behält die Natur ihr Mitspracherecht: Jede einzelne Zuchtperle bezaubert mit einem individuellen Lüster und einer einzigartigen Form.

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