Im Haus Rhomberg wird gefeiert

Anny und Benedikt Rhomberg genießen ihren Lebensabend.
Anny und Benedikt Rhomberg genießen ihren Lebensabend. ©Privat
Hochzeitsfoto

An diesem Wochenende feiern Anny und Benedikt Rhomberg ihre diamantene Hochzeit im Kreise ihrer engsten Familie.
Benedikt wurde am 2. August 1928 als fünftes Kind des Maurermeisters Johann Rhomberg und Rosa geb. Stadelwieser als Zwilling mit Schwester Luzia geboren. Vier Jahre später kamen noch Drillinge nach. Seine Volksschulzeit als auch der Tod seines Vaters fiel in die Kriegsjahre. Während seiner Maurerlehre wurde er als Flackhelfer in die Deutsche Wehrmacht eingezogen. Nach Kriegsende absolvierte er die Bauhandwerkerschule in Bregenz. Als Polier gründete er mit seinen Brüdern die Baufirma Johann Rhomberg’s Witwe, in dieser Zeit lernte er seine spätere Frau Anny kennen, welche als Fachlehrerin an der Textilschule beschäftigt war. Nach der Hochzeit wurde er Alleininhaber der Firma und machte die Meisterprüfung. Seitdem führte er die Baufirma mit kräftiger Unterstützung von Anny bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1988. In Dornbirn und weiterer Umgebung, z.B. Au, Schwarzenberg, Lauterach, Lustenau und Bezau sind Ein- und Zweifamilienhäuser, Ställe und Betriebshallen unter seiner Regie entstanden.
Nebenbei wurden in seinem Betrieb noch viele Betonbalken für die Lawinenverbauung und Stützmauern erzeugt. Benedikt hatte von Kindheit an eine Vorliebe für Holzarbeiten und so konnte er sich in der Pension mit der Erzeugung von Möbeln austoben. Seither sind Wohnungen, Möbel und viele Gegenstände durch seine geschulten Hände entstanden, auch heute noch verbringt er viel Zeit in seiner Werkstatt.
Anny Rhomberg wurde am 28. März 1929 als zweitälteste Tochter des Tischlermeisters Josef Anton Dünser und Katharina geb. Winkel in Bezau geboren. Schon in der Volksschulzeit musste sie überall zur Untersützung der Eltern und Ihrer elf Geschwister hart anpacken. Trotz der großen Kinderzahl durfte Sie die Handelsschule Feldkirch und Webschule Imst besuchen, da Ihr Vater jedem Kind eine Ausbildung zukommen ließ. Nach einem eineinhalbjährigen Betriebspraktikum bei der Firma Geb. Sannwald und im Webatelier der Künstlerin Lisbeth Bissier in Hagenau, wurde ihr eine Fachlehrerstelle in der Textilschule Dornbirn angeboten. Kurz darauf lernte sie bei einer gemeinsamen Bekannten ihren zukünftigen Mann Benedikt kennen und in den nächsten Schulferien wurde geheiratet. Sie unterrichtete weiterhin an der Textilschule und machte mit 23 Jahren die Webmeisterprüfung. Zur Gründung einer eigenen Werkstatt gab es Platz im Elternhaus Ihres Mannes. Bald nahm sie an Ausstellungen und Messen teil, die ihr Ehrungen und Staatspreise einbrachten. Mit Ihren textilen Erzeugnissen stattete Sie mehrere Restaurants und Hotels aus , u.a. auch das Schiff “Vorarlberg” und belieferte diverse Firmen im In- und Ausland, machte Sonderanfertigungen und Einzelstücke für Architekten und Privatleute.
Großen Wert legte sie auf die Erziehung und Ausbildung Ihrer Töchter Christiane, Margarete, Kornelia und Miriam. Trotz Ihres Alters hat sie heute noch Freude an Ihrem Beruf und manch schönes Stück wird an Ihre Töchter, Freunde bzw. Bekannte verschenkt.
Ein neuer schöner Alterswohnsitz, welchen Sie gemeinsam geschaffen haben, betrachten beide als Lebenswerk und erfreuen sich noch ihrer guten Gesundheit.

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