Im Dreiviertel-Takt zum Opernball

"Alles Walzer" heißt es am 23. Februar beim heurigen Wiener Opernball. Als einzige Debütantin aus Vorarlberg ist die 24-jährige Altacherin Elisabeth Rützler mit dabei.

„Noch hält sich das Lampenfi eber in Grenzen“, sagt Elisabeth und lächelt. Ernst wird es für die 24-jährige Medizinstudentin aus Altach erst am Donnerstag, den 23. Februar. Wenn Choreograph Klaus Mühlsiegl den Opernball mit „Alles Walzer“ eröffnet. Vorerst heißt es für die Debütantin Koffer packen und ab nach Wien zum Proben im Dreiviertel-Takt.

Zuerst stehen am Freitag die Bundesländer-Proben auf dem Plan, gefolgt von den so genannten Ausländerproben am Samstag. Und die werden für die leidenschaftliche Hobbytänzerin eine wahre Herausforderung.

„Eigentlich hätte ich mit einem Bekannten aus Tirol tanzen sollen. Der ist später leider aus privaten Gründen abgesprungen.“ Elisabeths Traum als Opernball-Debütantin rückte in weite Ferne. Denn wie es scheint, ist es kein Leichtes, einen tanzwilligen Herrn zu finden, der die Kriterien des Komitees erfüllt: Er darf nicht älter als 24 Jahre sein und muss natürlich gut und gerne tanzen. „Aber welcher Bursche in dem Alter tanzt schon gern?“

Tage später kommt die erlösende Nachricht: Das Ballkomitee ist fündig geworden und die Altacherin darf sich jetzt auf einen Tanzpartner aus Deutschland freuen. Den kennt sie zwar bisher nur vom Foto. „Von daher sieht er aber ganz fesch aus“, resümiert die 24-Jährige und schmunzelt.

Schon voriges Jahr hätte Elisabeth gerne als Debütantin den Opernball eröffnet. Damals war ihr und ihrem Partner ein kleines Missgeschick beim Vortanzen passiert: „Beim Tanzen um eine enge Kurve hatten wir beim Linkswalzer gepatzt. Und vorbei war es mit dem Walzertraum“, erinnert sich die junge Frau.

Ein Jahr später und um ein paar Tanzkurse erfahrener schaffte Elisabeth heuer diese Hürde mit Bravour. Und wenn es jetzt mit dem neuen Tanzpartner klappt, kann nichts mehr passieren“, übt sich die Altacherin in Zweckoptimismus. Zumal es auch für sie, mit ihren 24 Jahren, die letzte Chance ist, mit dabei zu sein.

Ihr Ballkleid hat die fesche Frau bereits in Wien gekauft: ein mit Pailletten bestickter Traum in Reinweiß, seitlich gerafft und schulterfrei. Was fehlt, ist nur noch die Tiara.

In welcher Reihe die 24-jährige Debütantin am Ball der Bälle in der Wiener Staatsoper zu sehen sein wird, weiß sie selbst noch nicht.

Sicher ist nur, dass die Altacherin ihr Bestes geben wird. Zumal der Ball, als gesellschaftliches Highlight, von verschiedenen Fernsehstationen live übertragen wird. Und weil Mama Rosemarie und Papa Manfred präsent sein werden. Aber die sind ohnehin stolz auf ihre Tochter – mit und ohne Walzer.

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