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Illwerke-Aktienkauf

Gemeinsam mit Illwerke/VKW-Vorstandsvorsitzendem Ludwig Summer würdigte Landeshauptmann Herbert Sausgruber heute, Freitag, den Ankauf der Illwerke-Aktien vor zehn Jahren: O-Töne

“Damit waren die Weichen für einen eigenständigen Weg der Vorarlberger Elektrizitätswirtschaft gestellt”. Im Rahmen des Pressegespräches wurden auch zwei Verträge unterzeichnet: Die Heimfallablöse Rodundwerk I samt Latschauwerk und die Abtretung der Landesanteile an der Vorarlberger Erdgas GmbH (VEG) an die VKW. Der Erlös aus diesen beiden Transaktionen (rund 70 Millionen Euro) wird vom Land zur Finanzierung der Hochwasserschäden eingesetzt.

Nach einer erfolgreichen, aber auch wechselvollen Geschichte konnte das Land Vorarlberg am 9. November 1995 das Aktienpaket des Bundes an den Illwerken (70,16 Prozent) erwerben. “Mit dem Erwerb der Aktienmehrheit durch das Land Vorarlberg und dem im Jahre 1999 erfolgten Ausscheiden der Österreichischen Verbundgesellschaft aus dem Illwerke-Vertragswerk waren die Voraussetzungen geschaffen, in der Vorarlberger Elektrizitätswirtschaft einen eigenständigen Weg unter Bündelung der Kräfte einzuschlagen”, betonte der Landeshauptmann: “Ohne den Aktientransfer wäre eine Zusammenführung von Illwerke und VKW zum Jahresbeginn 2001 ebenso wenig möglich gewesen, wie beispielsweise der Bau des Kopswerkes II”.

Günstige Energiepreise, Versorgungssicherheit

Es wäre auch nicht möglich gewesen, die Wertschöpfung und die Ertragskraft der Illwerke/VKW-Gruppe ausschließlich im Sinne der Interessen des Landes und seiner Bürger zu nutzen, führte Sausgruber weiter aus. Durch die landesnahen Besitzstrukturen sei auch ein im Vergleich günstiger Stromtarif (Sausgruber: “mehr als fünf Prozent unter den Marktpreisen”) gewährleistet. Illwerke/VKW-Vorstand Summer dazu ergänzend: “Wir verfügen auch über die günstigsten Netztarife und die höchste Versorgungsicherheit”. Während die Ausfallszeit pro Kunde und Jahr im Österreichschnitt 51 Minuten/Kunde beträgt, liegt dieser Wert in Vorarlberg bei elf Minuten/Kunde, so Summer.

Vertragsunterzeichnung

Im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe im August dieses Jahres ermöglichte die Eigenständigkeit der Illwerke/VKW-Gruppe, dem Land Vorarlberg bei entsprechenden Gegenleistungen zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von 70 Millionen Euro zur Finanzierung der Schäden zur Verfügung zu stellen. Landesregierung und Landtag haben dazu zwei Transaktionen beschlossen, deren Verträge heute unterzeichnet wurden:

1. Heimfallablöse Rodundwerk I samt Latschauwerk: Damit stehen dem Land Vorarlberg in den Jahren 2006 bis 2009 insgesamt maximal 35 Millionen Euro zur Verfügung.

2. Abtretung des Geschäftsanteils des Landes Vorarlberg (52,96 Prozent) an der “VEG” Vorarlberger Erdgas GmbH (VEG) an die Vorarlberger Kraftwerke AG – Abtretungspreis 35,6 Millionen Euro.

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