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Illspitz: Erste Millionen-Vergaben

Die Bagger zum Bau der „Kleinen Ill“ sind aufgefahren.
Die Bagger zum Bau der „Kleinen Ill“ sind aufgefahren. ©Stadt
Feldkirchs Stadtvertretung vergibt Kraftwerksaufträge in der Höhe von 8,2 Millionen Euro.


Feldkirch. (VN-Dominik Heinzle) Bereits im August können die Bauarbeiten für das Kraftwerk Illspitz in Feldkirch starten. In der Stadtvertretungssitzung standen nämlich zwei Auftragsvergaben zur Abstimmung: Der Stahlwasserbau-Auftrag für 3,3 Millionen Euro umfasst drei Wehrverschlüsse, Rechenanlage und Revisionsverschlüsse. 4,9 Millionen Euro wurden für die elektrische und maschinelle Ausrüstung, dazu zählen die Turbinen und Generationen, vergeben. Der Verwaltungsrat der Stadtwerke hatte die Auftragsvergabe an die jeweiligen Bestbieter bereits befürwortet. Mit der Auftragsvergabe steht nun auch der Baubeginn Mitte August fest. In einer ersten Bauphase werden auf Meininger Seite die ers- ten beiden Wehrfelder in Angriff genommen. Parallel dazu soll auf der Nofler Seite mit dem Bau am Kraftwerkhaus begonnen werden.

Baustart für „Kleine Ill“
Gestartet wurden bereits die ökologischen Begleitmaßnahmen: Die Erdbauarbeiten für ein naturnahes Nebengerinne, die sogenannte „Kleine Ill“, haben begonnen. Damit soll der bestehende Mündungsarm, der als Fischaufstiegshilfe derzeit knapp unterhalb der Radwegbrücke endet, durch den Meininger Auwald verlängert werden. Die Gesamtlänge beträgt nach Baufertigstellung ca. 1,7 Kilometer und ist zwischen 5 und 8 Meter breit. Das Gerinne wird oberhalb des Kraftwerks Illspitz rund ein Kilometer flussaufwärts an die Ill angebunden. Abgeschlossen ist der Leitungsbau zwischen dem künftigen Kraftwerk bis zum Umspannwerk in Gisingen. Eine provisorische Trafostation ist ebenfalls bereits eingerichtet. Das Kraftwerk wird pro Jahr etwa 25,5 Millionen Kilowattstunden für rund 6300 Haushalte liefern. Die Nutzung der erneuerbaren Energie dürfe nicht als Freibrief für die Ausbeutung der Wasserkraft verstanden werden. Man habe zugunsten der Natur auf eine Maximierung des Ertrags verzichtet, erklärte Bürgermeister Wilfried Berchtold. Das Kostenziel liege weiterhin bei rund 30 Millionen Euro. Abhängig von Strompreis und Zinsentwicklung soll sich das Kraftwerk aber in den nächsten 25 Jahren amortisiert haben.

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