Illegales Moped-Tuning boomt

"Wir erwischen regelmäßig junge Mopedlenker, die mit mehr als 100 km/h unterwegs sind“, beschreibt Peter Rüscher, stellvertretender Leiter der Verkehrspolizei, das Problem. Nun soll härter durchgegriffen werden.

Mopeds schneller zu machen, ist unter Jugendlichen zu einer Art Sport geworden. Die Vorarlberger Polizeibeamten haben laut Rüscher sehr oft mit Jugendlichen zu tun, die wesentlich schneller unterwegs sind als die erlaubten 45 km/h. Erst vor ein paar Tagen stoppten Polizisten einen 17-jährigen Burschen, der mit seinem frisierten Moped durch Bartholomäberg brauste – mit stolzen 85 km/h. Meistens wissen die Jugendlichen nicht, welche Folgen das haben kann: „in einem solchen Fall gibt es eine Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft, die Mindeststrafe ist 363 Euro“, warnt Rüscher.

Doch die weiteren Konsequenzen können noch viel unangenehmer sein: Fährt das Moped schneller als die erlaubten 45 km/h, gilt es als Motorrad, der Mopedlenker ist rein rechtlich ohne Lenkberechtigung unterwegs. Kommt es zu einem Unfall, weigern sich die Versicherungen oft, den Schaden zu bezahlen. Die Eltern sollten sich deshalb die Gefährte ihrer Sprößlinge gut anschauen – auch aus Eigenschutz, rät die Polizei.: „Meistens sind die Eltern die Zulassungsbesitzer dieser Fahrzeuge. Sie werden genauso bestraft.“

Die Exekutive reagiert nun mit scharfen Kontrollen. „Wir haben die Maßnahmen verstärkt“, so Peter Rüscher. Außerdem plane man die Anschaffung von neuen Kontrollgeräten.

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