Ihr Herz schlägt für Grün-Weiß

Ihr Herz schlägt für Grün-Weiß
Ihr Herz schlägt für Grün-Weiß ©veronikahofer
Stress? Nein, Stress hat Lotte keinen, wenn auch vier riesige Waschmaschinen fast ununterbrochen laufen und jede Woche Berge von schmutziger Fußballerwäsche durch ihre Hände gehen.
Ihr Herz schlägt für grün-weiß

Eigentlich ist sie ja in Pension, aber als sie vor acht Jahren gefragt wurde, ob sie diesen Job vorübergehend übernehmen würde, konnte sie nicht nein sagen. Damals hatte sie gerade eine schwere Krankheit überwunden und sah in dieser Aufgabe die Möglichkeit, auf andere Gedanken zu kommen. Austria-Fan war sie schon immer, schon „von zuhause aus“, wie sie sich ausdrückt. Und so wurde aus dem vorübergehenden Job ein langjähriger Fulltimejob, der keine Ruhetage kennt. Liselotte Reheis war 35 Jahre bei Bayer-Kartonagen und zehn Jahre im Seniorenhaus Schützengarten beschäftigt und sie hat die Arbeit nie gescheut.

„Die Jungs sind in Ordnung“

Wenn man sie bei ihrer Tätigkeit „in den Katakomben des Reichshofstadions“ beobachtet, bekommt man den Eindruck, als wäre sie so etwas wie die „Fußballermama“. Für die Kampfmannschaft wäscht sie alles, sämtliche Trainingsbekleidung sowie die Ausrüstung für jedes Match. Und dann sind da noch die Amateure, die 1b, die U17, U 15, U 14, u. s. w., insgesamt noch mal 12 Mannschaften, für deren sauberes Kampfdress Lotte verantwortlich ist. Dabei macht sie es gern, denn, so betont sie: „Die Jungs sind in Ordnung, da kann man nichts sagen!“

Wer da glaubt, mit einem Dress pro Mann ist es getan, irrt gewaltig. So gehören im Winter zur Trainingsausrüstung eines Spielers:

Eine kurze und eine lange Hose, eine Radlerhose, ein Rolli, ein Unterzieher, ein Leibchen, ein Pulli, eine Regenjacke, Handschuhe, Kappe, Stutzen und ein Handtuch.

Die normale Ausstattung für ein Spiel besteht aus „Aufwärmleibchen“, Dressleibchen, Hose, Radlerhose und Stutzen.

Für ein Auswärtsmatch wird für jeden Spieler eine Stofftasche mit seiner Ausrüstung hergerichtet und die Taschen für alle in sieben riesigen Koffern verstaut. Wenn die Mannschaft am Donnerstag zu einem Spiel fährt, muss bereits am Mittwochabend alles parat sein.

 Aber Stress? Nein, den hat Liselotte nur, wenn ein Derby ansteht. „Wenn sie gegen den FC spielen, dann bin ich nervös“, meint Liselotte, die „Austriamama“ augenzwinkernd.

 

Zur Person:

Liselotte Reheis, geb. Graf,

Pensionistin, geb. 1946,

gute Seele der Austria Lustenau,

verheiratet mit Herbert,

ein Sohn, zwei Töchter,

sechs Enkelkinder

 

Mannschaftsbetreuer Otmar Hämmerle:

So jemanden wie Liselotte muss man zuerst einmal finden! Sogar Spieler, die früher einmal bei der Austria gespielt haben, besuchen sie immer wieder, wenn sie im Reichshofstadion sind, ein Zeichen, wie beliebt sie ist.

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