IfS-Delogierungsprävention zieht positive Bilanz

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Bregenz - Immer mehr Haushalten ist es nicht möglich, ihre Miete zu bezahlen. Mietschulden sind die häufigsten Ursachen für den Wohnungsverlust. Die Delogierung als letzten Ausweg zu verhindern ist die Aufgabe der IfS-Delogierungsprävention, die jetzt seit gut zweieinhalb Jahren existiert.   

Immer mehr Haushalten ist es nicht möglich, ihre Miete zu bezahlen. Mietschulden sind die häufigsten Ursachen für den Wohnungsverlust. Neben der Haushaltsverschuldung ist die Relation von Einkommen und Miet- bzw. Betriebskosten eine der meist genannten Gründe, warum die Miete nicht mehr bezahlt werden kann. Bis es dann zur Delogierung kommt, ist oft nur noch eine Frage der Zeit.

Landesrätin Schmid:

Um dies zu verhindern ist es wichtig, die bedrohten Haushalte so früh wie möglich zu erreichen. In Zusammenarbeit mit den Vorarlberger Städten und Gemeinden sowie Wohnbauträgern versucht das IfS-Projekt “Delogierungsprävention” dies zu erreichen. Die Verhinderung vom Wohnungsverlust ist nicht nur Kosten sparend, sondern viel menschlichem Leid kann so vorgebeugt werden.

Seit Sommer 2005 wurde die neu eingerichtete Delogierungsprävention in knapp 400 Fällen involviert, 377 Fälle wurden abgeschlossen. Bei 85 % der abgeschlossenen Fälle konnte die Wohnung gesichert oder eine adäquate Wohnung gefunden werden.

Projektleiterin Lorenzi:

In fast zwei Drittel der betroffenen Haushalte leben Kinder, der Anteil der Haushalte mit drei oder mehr Kindern ist mit fast 20 % sehr hoch. Mehr als zwei Drittel der Betroffenen haben ein regelmäßiges Einkommen, über ein Drittel hatte ein Einkommen aus Erwerbsarbeit- trotzdem die Mietrückstände.

Betroffene können sich direkt bei den IfS-Beratungsstellen oder bei der Koordination für Delogierungsprävention des IfS melden. Die häufigsten Ursachen für die Entstehung von Mietschulden sind: Einkommenseinbußen durch Arbeitslosigkeit und/oder Karenz, Prekäre Beschäftigungsverhältnisse für Frauen (niedrigeres Einkommen, geringfügige Beschäftigungsverhältnisse usw.), Haushaltsverschuldung, Informationsmangel bzgl. Sozialleistungen, Relation von Einkommen und Miet- bzw. Betriebskosten, Scheidung bzw. Trennung (Wohnung nach der Trennung zu teuer, weniger Einkommen usw.), Familiäre Probleme und Konflikte, Chronische oder langfristige Erkrankungen (Einkommenseinbußen) und Nicht Inanspruchnahme von Sozialleistungen und öffentlichen Unterstütz

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